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Schroders erwartet Verdreifachung des Continuation-Investment-Markts

Laut einer Studie von Schroders Capital ist im Private Equity-Universum der globale Continuation-Investment-Markt 2025 auf ein neues Rekordhoch von 109 Milliarden US-Dollar gewachsen und liegt damit auf Kurs, bis 2035 mehr als das Dreifache zu erreichen.

Nils Rode, Schroders: "Continuation-Transaktionen ermöglichen es dem ursprünglichen Sponsor, die Kontrolle zu behalten, während neues Kapital und optionale Liquidität für bestehende Investoren bereitgestellt werden. Continuation-Investments katalysieren damit eine fundamentale Neukonfiguration der Art und Weise, wie Wert in Buyout-Investitionen generiert und realisiert wird."
 
Nils Rode, Schroders: "Continuation-Transaktionen ermöglichen es dem ursprünglichen Sponsor, die Kontrolle zu behalten, während neues Kapital und optionale Liquidität für bestehende Investoren bereitgestellt werden. Continuation-Investments katalysieren damit eine fundamentale Neukonfiguration der Art und Weise, wie Wert in Buyout-Investitionen generiert und realisiert wird."
 © Schroders

Eckpunkte:

  • Continuation-Investment-Markt gewinnt Schroders zufolge an Bedeutung
  • Volumen mittlerweile 109 Milliarden US-Dollar
  • Verdreifachung bis 2023 erwartet
  • Continuation-Investments verdrängen teilweise Sponsor-zu-Sponsor-Secondary-Buyouts

Dynamisches Wachstum
Schroders Capital veröffentlichte vor kurzem seine neueste jährliche Continuation-Investments-Studie. Die Studienautoren kommen zur Prognose, dass der globale Continuation-Investment-Markt – auch bekannt als GP-geführte Secondaries – in den kommenden zehn Jahren weiter an Dynamik gewinnen wird, getragen von strukturellen Faktoren.

Das Modell des Private-Equity-Teams von Schroders Capital prognostiziert ein anhaltendes Wachstum der Continuation-Märkte auf mittlere bis lange Sicht. Im Basisszenario werden Investitionsvolumina von mehr als 330 Milliarden US-Dollar bis 2035 erwartet.

Diese Prognose spiegelt strukturelle Marktdynamiken wider, die Private-Equity-Beteiligungen unter derselben Eigentümerschaft über die ursprünglichen Haltedauern hinaus verlängern, sowie die Nachfrage von Investoren nach Anlagen mit reduziertem Risiko, besser vorhersehbaren Renditen, schnellerer Liquidität und niedrigeren Gebühren.

In anderen Szenarien legt die Analyse von Schroders Capital nahe, dass der Markt sogar eine noch stärkere Expansion von bis zu fünffachen aktuellen Niveaus erreichen könnte.

Der Continuation-Investment-Markt gewann im vergangenen Jahr weiter an Fahrt. Das gesamte Deal-Volumen stieg von einem revidierten Wert von 76 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf einen neuen Rekord von 109 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025.

Strukturelle Verschiebung
Continuation-Investments sind laut Schroders Capital ein wachsendes Phänomen im Private-Equity-Markt und stellen eine bedeutende strukturelle Verschiebung in der Dynamik dar, wie die Branche Wert schafft und realisiert.

Obwohl es konjunkturelle Faktoren gab, die das Transaktionsvolumen in den letzten Jahren beschleunigt haben, verdeutlicht die Analyse von Schroders Capital, dass diese lediglich das stetige und konsistente Wachstum in diesem Segment über das vergangene Jahrzehnt verstärken.

„Im vergangenen Jahr haben sich die von uns identifizierten Trends nicht nur fortgesetzt, sondern beschleunigt. Continuation-Investments verankern sich zunehmend als zentrales Merkmal der Private-Equity-Landschaft – und nicht als kurzfristige Reaktion auf ein schwieriges Exit-Marktumfeld. Unsere Analyse zeigt klar, dass Continuation-Investments weder zyklischer noch vorübergehender Natur sind. Die zugrunde liegenden strukturellen Kräfte stützen den Markt weiterhin, die prognostizierten Wachstumserwartungen wurden nach oben revidiert“, erklärt Nils Rode, Chief Investment Officer bei Schroders Capital,

Am disruptivsten ist laut Rode,dabei nicht, dass Private-Equity-Assets länger privat bleiben können – das ist durch Sponsor-zu-Sponsor-Transaktionen seit Jahrzehnten möglich. Vielmehr ermöglichen Continuation-Transaktionen es dem ursprünglichen Sponsor, die Kontrolle zu behalten, während neues Kapital und optionale Liquidität für bestehende Investoren bereitgestellt werden. Continuation-Investments katalysieren damit eine fundamentale Neukonfiguration der Art und Weise, wie Wert in Buyout-Investitionen generiert und realisiert wird.

„Kurz gesagt zeigt unsere Analyse, dass der Aufstieg der Continuation-Investments kein Lückenbüßer und kein vorübergehender Trend ist – sie sind eine disruptive Kraft, die die Architektur des Private-Equity-Markts neu gestaltet. Mit dem anhaltenden Wachstum erwarten wir in diesem Bereich mehr Investitionsinnovation, um der steigenden Investorennachfrage gerecht zu werden“, betont Rode.

Markt bis 2035 mehr als verdreifacht
Die jüngste Wachstumskurve des Continuation-Investment-Markts zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Basierend auf den konservativen Prognosen von Schroders Capital – verankert in einer zunehmenden Marktdurchdringung von Continuation-Investments, dem Wachstum des breiteren Private-Equity-Nettovermögenswerts sowie einer erwarteten Erholung der Private-Equity-Ausschüttungen – wird eine mehr als dreifache Expansion der Continuation-Investments über das kommende Jahrzehnt prognostiziert, verglichen mit dem bereits über den Prognosen liegenden Rekordwert von 2025.

Konkret erwartet Schroders Capital im Basisszenario, dass das gesamte Continuation-Investment-Volumen von rund 109 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf mehr als 330 Milliarden US-Dollar bis 2035 ansteigen wird.

Im Rahmen der Analyse von Schroders Capital trug der konjunkturelle Rückenwind für Continuation-Investments 2025 rund 9 Prozent des Transaktionsvolumens bei, gegenüber 14 Prozent im Jahr 2024. Dies unterstreicht die Schlussfolgerung, dass der größte Teil des Marktwachstums durch strukturelle Verschiebungen getrieben wird.

Schroders Capital identifiziert fünf wesentliche strukturelle Faktoren, die das Wachstum dieses Segments antreiben:

  • Fortgesetzte Private-Equity-Beteiligung über den ursprünglichen Haltezeitraum hinaus ist ein etablierter Weg zur Unternehmenstransformation
  • Laufende Unternehmenstransformation unter Private-Equity-Eigentümerschaft erfordert häufig keinen Eigentümerwechsel
  • Continuation-Investments sind ein kosteneffektiver Weg zur Fortsetzung der Transformation
  • Continuation-Investments bieten besser vorhersehbare Renditen und schnellere Liquidität im Vergleich zu traditionellen Buyouts
  • Die aktuelle zyklische Exit-Lücke beschleunigt die Nachfrage nach alternativen Liquiditätslösungen

Disruption des Buyout-Modells?
Das Konzept, dass Unternehmen nach dem ursprünglichen Haltezeitraum im Private-Equity-Ökosystem verbleiben, ist nicht neu, merkt Schroders Capital ein. Sponsor-zu-Sponsor-Buyouts, bei denen ein Fondsmanager ein Portfoliounternehmen an einen anderen verkauft, haben seit mehr als zwei Jahrzehnten einen bedeutenden Anteil der Exits ausgemacht – durchschnittlich 38 Prozent der Deal-Anzahl und 36 Prozent des Deal-Werts seit 2006.

Dieser Deal-Flow wird nun teilweise nach Ansicht von Schroders Capital verdrängt, da Continuation-Investments häufig eine bessere und günstigere Alternative zur Fortsetzung der Unternehmenstransformation darstellen – wobei mehr Vermögenswerte beim selben Fondsmanager verbleiben, unterstützt durch ein Continuation Vehicle und typischerweise einem neuen Kapitalzufluss. Gleichzeitig überschreitet der Wachstumspfad erstklassiger Unternehmen zunehmend den vier bis fünfjährigen Standard-Investitionszyklus von Private-Market-Fonds unter demselben Eigentümer. Diese Verdrängung des Deal-Flows stört einen Teil des Buyout-Markts, insbesondere für Mid- und Large-Buyouts.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben diese Strategien zunehmend auf Sponsor-zu-Sponsor-Transaktionen als primäre Deal-Quelle gesetzt, die in den letzten Jahren mehr als die Hälfte ihres neuen Transaktionsvolumens ausmachten und zwischen einem Viertel und einem Drittel der Neuinvestitionen im Jahr 2025.

Basierend auf den Prognosen zum Wachstum des Continuation-Markts schätzt Schroders Capital, dass rund fünf Prozent des gesamten Mid- und Large-Buyout-Deal-Flows in den kommenden zehn Jahren verdrängt werden könnten, verglichen mit dem Niveau, das sonst erreicht worden wäre.

Implikationen dieser Beobachtungen
Eine solche Verschiebung wird Schroders Capital zufolge erhebliche Auswirkungen auf große Buyout-Manager und Secondary-Firmen haben. Mit dem jüngsten Anstieg dedizierter Continuation-Strategien hat der Markt eine Reifung und verstärkte Mitteleinwerbung erlebt – was wiederum einen zusätzlichen Rückenwind für das Transaktionsvolumen in 2026 und darüber hinaus liefert. (aa)

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