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Robeco 2022 Global Climate Survey: Das sind die Highlights

Eine von Robeco in Auftrag gegebene Umfrage unter Profianlegern belegt ein steigendes Interesse am Klimawandel, einen stärkeren Fokus auf Active Ownership und ein wachsendes Bewusstsein für Biodiversität. Die Befragten repräsentieren ein verwaltetes Vermögen von rund 24 Billionen US-Dollar.

Lucian Peppelenbos, Klimastratege bei Robeco
Lucian Peppelenbos, Robeco
© Robeco

Wie gehen Investoren mit Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel um? Eine Antwort darauf gibt die von CoreData Research durchgeführte „2022 Global Climate Survey“ von Robeco.

Deutlicher Anstieg
Investoren betrachten den Klimawandel als eines der wichtigsten ESG-Themen, mit dem sie konfrontiert sind. Für drei Viertel (75 Prozent) der Anleger ist der Klimawandel mittlerweile ein zentraler oder wichtiger Aspekt in ihrer Anlagepolitik. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Wert von nur 34 Prozent vor zwei Jahren dar.

Netto-Null-Zusagen sind inzwischen in den Mainstream aufgerückt. Nahezu die Hälfte der Investoren hat eine öffentliche Zusage abgegeben, bis 2050 in Anlageportfolios Treibhausgasemissionen von netto null zu erreichen, oder ist im Begriff, dies zu tun. In Nordamerika haben sich allerdings nur elf Prozent der Investoren auf das Netto- Null-Ziel verpflichtet. Das ist deutlich weniger als in Europa (40 Prozent) und im Raum Asien-Pazifik (31 Prozent).

Öl- und Gasunternehmen verlieren etwas an Gunst
Ein beachtenswertes Ergebnis der Umfrage besteht darin, dass sich immer mehr Anleger von Öl- und Gasunternehmen trennen wollen. Der Anteil der betreffenden Investoren verdoppelt sich von elf Prozent auf 22 Prozent in den nächsten zwei Jahren.

Positive Veränderungen erwünscht
Zu den wichtigsten Ergebnissen des diesjährigen Climate Survey zählt das zunehmende Bestreben der Anleger, positive Veränderungen in der Realität zu bewirken. Das zeigt sich zum einen in der Verbreitung thematischer Investments mit Ausrichtung auf nachhaltigkeitsorientierte Inhalte wie erneuerbare Energien oder umweltfreundliche Technologie. Nahezu drei Viertel (70 Prozent) der Investoren setzen derzeit thematische Investmentstrategien um. Dabei haben Anleger in Europa und im Raum Asien-Pazifik einen Vorsprung gegenüber Investoren in Nordamerika.

Zum anderen ist der Anteil der Anleger, für die Active Ownership ein zentraler oder wichtiger Faktor in ihrer Investmentpolitik ist, von 54 Prozent vor zwei Jahren auf aktuell 73 Prozent gestiegen. Zwar ist dieser Trend unter europäischen Investoren am stärksten (Anstieg von 81 Prozent auf 90 Prozent in den letzten beiden Jahren), doch auch in Nordamerika (von 60 Prozent auf 68 Prozent) und im Raum Asien-Pazifik (von 80 Prozent auf 82 Prozent) ist er zu verzeichnen.

Netto null CO2-Emissionen, Abfallreduzierung rund um den Globus, ein Ende der Abholzung und der Schutz der Biodiversität gelten als die entscheidenden umweltbezogenen Engagement-Themen, auf die in den nächsten zwei bis drei Jahren der Fokus zu legen ist.

Bewusstsein für Biodiversität wächst rapide, Datenproblematik
Das Bewusstsein der Anleger für die Artenvielfalt nimmt rapide zu und hat sich mehr als verdoppelt: Gaben vor zwei Jahren lediglich 19 Prozent der Investoren Biodiversität als einen für ihre Anlagepolitik wichtigen Faktor an, sind es heute 41 Prozent.

Allerdings ist die Umsetzung nach wie vor herausfordernd: So mangelt es nach Angaben von 50 Prozent der Investoren an Research-Daten, Ratings und Unternehmensinformationen zu Biodiversität. Darüber hinaus sehen 43 Prozent einen Mangel an geeigneten Anlageprodukten und -strategien als Hindernis, um Biodiversität zu berücksichtigen, während 46 Prozent eine ungenügende Nachfrage seitens der Endanleger nennen.

„Der Climate Survey beleuchtet, wie institutionelle Anleger Klimawandel, Biodiversität und Stewardship sehen“, sagt Lucian Peppelenbos, Klimastratege bei Robeco. „Auch wenn Unsicherheiten im Hinblick auf diese Themen bestehen, wissen wir dennoch, dass wir dringend handeln müssen. Wir können es uns nicht leisten, auf perfekte Daten oder vollständig ausgereifte Lösungen zu warten. Als Investoren müssen wir die Ärmel hochkrempeln und die Sache angehen – denn wir haben die Möglichkeiten, Kapital dort nutzbringend einzusetzen, wo es positive Effekte erzielen kann. Als ein global führender Anbieter für nachhaltige Kapitalanlage betrachten wir es als unsere Pflicht, unsere Expertise anderen zur Verfügung zu stellen. Wir hoffen, dass diese Research-Ergebnisse der Anlagebranche einen Anreiz geben, eine konstruktive Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels und des Verlustes an natürlichen Ressourcen zu spielen.“

Über die Studie
Befragt wurden 300 der weltgrößten institutionellen Anleger und Wholesale-Investoren in Europa, Nordamerika und im Raum Asien-Pazifik. Die Befragten repräsentieren ein verwaltetes Vermögen von insgesamt 23,7 Billionen US-Dollar. (aa)

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