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Richard Thaler erhält den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften

Der 1945 geborene Richard H. Thaler lehrt als Professor an der Booth School of Business der Universität von Chicago. Der Behavioral Finance-Kapazunder wird im Dezember 2017 mit dem Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet.

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Richard Thaler
© Gary Spector

Thaler gilt als einer der weltweit führenden Ökonomen auf dem Gebiet der Behavioral Finance und war auch als Präsidentenberater tätig. Seine Arbeiten befassen sich mit psychologischen Aspekten von wirtschaftlichen Entscheidungen. Im Unterschied zur Theorie des "homo oeconomicus", die von ausschließlich rational handelnden Wirtschaftssubjekten ausgeht, lehrt die Verhaltensökonomie, dass sich Marktteilnehmer bei ihrer Entscheidungsfindung von anderen Dingen als dem reinen Verstand, nämlich beispielweise von menschlichen Eigenschaften und Marktbedingungen, leiten lassen. 

Psychologie und Ökonomie miteinander versöhnt

Das Komitee begründete seine Entscheidung für Thaler damit, dass dieser ein Pionier der Verhaltensökonomie sei und den Preis für seinen Beitrag zum Verständnis der Psychologie der Ökonomie erhalte. Thaler hat psychologisch realistische Annahmen in ökonomische Modelle integriert und es bewerkstelligt, dass die Verhaltensökonomie von einem Teilbereich der Wirtschaftswissenschaft zum Mainstream wurde. Er habe es geschafft, die Wirtschaftswissenschaften menschlicher zu machen, heißt es in der offiziellen Begründung der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm.

Vater des Nudging

Thalers Beiträge gelten als durchaus praxisorientiert. So gilt der Professor als Erfinder des "Nudging", des Anstupsens, damit Wirtschaftssubjekte durch diesen sanften Anstoß die richtige Entscheidung treffen. "Nudge" ist auch der Titel seines 2008 erschienenen Buches, das Thaler große Bekanntheit mit Breitenwirkung brachte. Bei Nudges ist Thaler wichtig, dass diese Anstöße transparent erfolgen und die persönliche Freiheit der Wirtschaftssubjekte nicht einschränken. Das hat auch eine praktische Bedeutung bei der betrieblichen Altersversorgung, wie man an der Einführung der "Betriebsrentenstärkungsgesetzes" (BRSG) sieht, das mehr Unternehmen und Bürger zur Altersvorsorge "anstupsen" soll.

Auf einem Level mit Eugene Fama

Thaler galt bereits seit einiger Zeit als potentieller Preisträger. Wie er in einer ersten Reaktion scherzhaft meinte, müsse er nun am Golfplatz Eugene Fama nicht mehr mit "Professor" titulieren. Fama hatte die prestigeträchtigste Auszeichnung für Ökonomen bereits 2013 erhalten. Thaler ist auch noch Präsident der American Economic Association sowie Principal von "Fuller & Thaler Asset Management". Das ist eine Investmentboutique, die US-Nebenwerte auf Basis eines Behavioral Finance-Ansatzes managt. Interessantes Detail: Bei der Boutique ist auch Nobelpreisträger Daniel Kahnemann an Bord. Der von Fuller & Thaler Asset Management beratene Undiscovered Managers Behavioral Value Fund konnte seit 2009 eine doppelt so hohe Rendite wie der S&P 500 Index erzielen. (kb/aa)

Redaktionelle Anmerkung: Leser von "Institutional Money" konnten bereits 2009 in einem Exklusiv-Interview mit dem nunmehrigen Nobelpreisträger lesen, was Thaler von "rationalen"  Märkten hält. Nachzulesen: "Die Finanzkrise ist kein Unfall"

 

 

 

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