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Quant.Capital Management: Der frühe Vogel fängt den Wurm

Warum institutionelle Investoren bei manchen Produkten und Strategien von Stunde null weg dabei sein sollten, erörtert Quant.Capital Management-Geschäftsführer Dr. Dieter Falke.

Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer von Quant.Capital Management
Dr. Dieter Falke, Quant.Capital Management
© Quant.Capital Management

Institutionelle Investoren sollten sich über die Möglichkeit von renditeträchtigen Seed-Investments informieren. So hat beispielsweise Quant.Capital Management über den hauseigenen Bereich Quant.Alternative Solutions mehr als 100 Millionen Euro vermittelt, mit dem ein auf Handelsforderungen spezialisierter Fonds gestartet wird. „Ein neues Produkt noch vor der Auflegung zu begleiten, ist für institutionelle Investoren sehr attraktiv“, sagt Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer von Quant.Capital Management. „Der frühe Einstieg bietet institutionellen Investoren Möglichkeiten, bei der Produktausgestaltung mitzuwirken, und somit die Chance, ein optimal passendes Produkt für die eigenen Bedürfnisse zu erhalten.“

Früher Einstieg, höhere Rendite
Profianlegern stehen zehntausende Produkte für ihre Anlageentscheidung zur Verfügung – aber nicht alle erfüllen tatsächlich die Maßgaben in Bezug auf Risiko und Rendite. „Interessant sind besonders Produkte in einer frühen Phase der Auflegung, bei denen die Initiatoren den Investoren häufig niedrigere Kosten und damit bessere Renditen anbieten“, sagt Falke. „Es erfordert ein gutes Netzwerk aus potenziellen Investoren, Zugang zu Fondsinitiatoren mit guten und neuen Ideen und die Kompetenz, die Ideen auch adäquat beurteilen zu können, um solche neuen Produkte erfolgreich zu starten“, sagt Falke. Im Haus Quant.Capital Management kümmert sich darum der Bereich Quant.Alternative Solutions.

"Institutionalisierte" Suche bringt Renditen unter Druck
Immer wieder gibt es Angebote, in frühen Phasen in Unternehmen zu investieren. „Die Suche nach Kapital für Start-ups ist mittlerweile sehr institutionalisiert“, so Falke. Damit haben sich aber auch die möglichen Renditen deutlich reduziert, ohne dass die Risiken gesunken wären.

Anders sieht das bei neu zu startenden Fonds aus. Diese sind oft auf einen Seed-Investor angewiesen, haben zwar eine gute Idee, aber noch keinen Marktzugang. Anders als bei Start-up-Investoren lässt sich eine Zielrendite durchaus berechnen, die Risiken besser einschätzen.

„Egal ob als UCITS, Sicav, REITs oder RAIFs: Die Vorteile für die frühen Investoren liegen zum einen in den niedrigeren Gesamtkosten, zum anderen in den innovativen Anlagestrategien, die noch nicht abgenutzt sind. Beides ist gut für die Renditen.“, so Falke. „Seed-Investoren können zudem häufig einen gewissen Einfluss auf die Produktgestaltung nehmen und so noch mehr dafür sorgen, dass die Produkte optimal zum eigenen Anlage- und Risikoprofil passen.“

Die Due Diligence kann dabei durchaus eine geraume Zeit in Anspruch nehmen. „Da gänzlich neue Produkte noch keine Performancehistorie haben, müssen frühe Investoren für die Prüfung des Produktes einen gewissen Zeitaufwand in Kauf nehmen“, sagt Falke. Dies wird ihnen in der Regel durch eine erhöhte Rendite versüßt.

Sechs Prozent
„Bei dem von uns vermittelten Fonds, der Handelsforderungen verbrieft, liegt die Zielrendite für die Seed-Tranchen bei rund sechs Prozent. Das liegt deutlich über den Renditen vergleichbarer Produkte im Markt.“ Wenn die Seed-Klasse vollständig investiert ist, bleiben die Renditen für andere vom Fonds eröffnete Anteilsklassen weiterhin interessant, bieten aber Erträge, die näher am Marktniveau liegen. Nachteile für die frühen Investoren gibt es dabei keine.

„Oft sind auch Club-Deals möglich, bei denen sich mehrere Häuser oder Family Offices gemeinsam engagieren und das Seed-Investment aufbringen“, sagt Falke. „Beim oben genanntem Fonds können Anleger jetzt weiterhin investieren und von der erfolgten Due Diligence des Startinvestors profitieren.“

Das Niedrigzinsumfeld, das für viele ein Negativzinsumfeld ist, stellt Investoren vor immense Herausforderungen. „Es geht darum, auskömmliche Renditen zu erwirtschaften, ohne die Risiken im Gesamtportfolio zu erhöhen“, so Falke. Und dieser Balanceakt lässt sich mit den ausgewählten Produkten aus den Bereichen Alternative Investments und Real Assets stemmen. (aa)

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