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Hyman P. Minsky: Die fünf Phasen einer Börsenblase

Wie erkennt man die Vorboten eines nahenden Crashs? Angesichts der aktuellen Entwicklung von Börsenkursen und Finanzmärkten sei es vielleicht an der Zeit, sich an die Modelle des US-Ökonomen Hyman P. Minsky zu erinnern, meint das eidgenössische Wirtschaftsportal "HZ".

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Phase 2: Boom
Nach der Ablösung beziehungsweise dem Regimewechsel steigen die Preise beziehungsweise Kurse der passenden Anlagen zuerst langsam an. Je mehr Investoren das neue Paradigma erkennen und ihm folgen, desto eher entwickelt sich ein Boom. Dabei wird die neue Idee wiederum vermehrt auch in den Allgemeinmedien aufgegriffen. Es gibt erste spekulative Käufe – und in der Folge motiviert die bekannte Angst, etwas zu verpassen, weitere Anleger zu einem entschiedeneren Einstieg.
© Elnur / stock.adobe.com

Seit dem Crash im März 2020 im Zuge des Beginns der Corona-Pandemie hat sich der Kurs des US-Aktienindex S&P 500 mehr als verdoppelt. Im laufenden Jahr sollen Anleger laut Daten der Bank of America und EPFR Global nahezu 900 Milliarden US-Dollar in Aktienfonds investiert haben – mehr als in den 19 Jahren davor zusammengenommen. Nach Ansicht von Börsenlegende Charlie Munger, Vizepräsident von Berkshire Hathaway und seit Jahrzehnten die rechte Hand von Warren Buffett, sei die aktuelle Lage vergleichbar mit der Phase vor dem Platzen der Dotcom-Blase Anfang der 2000er-Jahre. Der 97-Jährige hält die gegenwärtige Ära sogar "für noch verrückter".

Ähnlichkeiten mit einem Schneeballsystem
Stehen wir also tatsächlich kurz vor einem Börsencrash? Um eine mögliche Antwort auf diese Frage zu finden, sei es ratsam, sich mit den Modellen des Ökonomen Hyman P. Minsky (1919 – 1996) zu beschäftigen, heißt es in einem Bericht der "Handelszeitung". Der US-Wirtschaftswissenschaftler hatte jahrelang erforscht, wie die Wirtschaft von einem stabilen Zustand immer wieder in chaotische Situationen abdriftet und wie dabei rationales, also vernunftgesteuertes Verhalten von Unternehmern, Verbrauchern und Anlegern nach und nach in spekulative Übertreibungen führt – oftmals sogar in Abläufe, die einem Schneeballsystem ähneln.

"Je stabiler die Zustände werden und je länger die Lage stabil ist, desto instabiler werden sie, wenn die Krise zuschlägt. Erfolg führt dazu, dass die Gefahr des Scheiterns unterschätzt wird", so Minsky. Wie gut seine Modelle die Realität beschreiben, wurde einer breiteren Öffentlichkeit erst im Zuge der Finanzkrise 2007/2008 schmerzlich bewusst.

In seinem 1986 erschienen Werk "Stabilizing an Unstable Economy" definierte Minsky fünf Phasen einer Spekulationsblase – klicken sie sich durch unsere Fotostrecke oben. (mb)

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