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Neue EDHEC-Studie zur Wichtigkeit des Marktrisikos bei Smart-Beta

Ein neues Reseach Paper von ERI Scientific Beta, das kürzlich im Journal of Portfolio Management publiziert wurde, befasst sich damit, dass man dem Beta erhöhte Aufmerksamkeit bei der Analyse verschiedener Smart-Beta-Strategien schenken sollte.

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Noël Amenc, CEO von ERI Scientific Beta
© EDHEC

Das Papier mit dem Titel "Mind the Gap: On the Importance of Understanding and Controlling Market Risk in Smart Beta Strategies,” stellt fest, dass der allergrößte Teil des neuesten Research, das Methodologien zu Multi-Faktor-Investment-Strategien vorstellt, schlicht und einfach das Exposure zum Marktrisikofaktor (Beta) ignoriert. Dabei ist dieser Marktfaktor der einflussreichste unter allen Faktoren für eine Strategie.

Die ERI Scientific Beta-Studie zeigt, dass die Anpassung des Betas einer Multi-Faktor-Strategie an jenes eines marktkapitalisierungsgewichteten Index auf lange Sicht zu einem jährlichen Performance-Plus von mehr als einem Prozentpunkt führt. 

Um Beta-Kontrolle erweitertes Indexangebot bei ERI Scientific Beta
Allgemein gesagt, gelingt es den Autoren zu zeigen, dass unterschiedliche Beta-Niveaus einen großen Einfluss auf Langfrist-Performance und Risiko (Volatilität) von Smart Beta-Strategien haben, und das in Abhängigkeit von den Marktbedingungen.

In seinem Kommentar zu dem Paper meinte Noël Amenc, CEO von ERI Scientific Beta, dass der hauseigene Multi-Beta Multi-Strategy Six-Factor High Factor Intensity Equal Weight Index das Flaggschiffprodukt des Hauses 2017 war. Nun gebe es zwei Versionen dieses Angebots: einmal mit und einmal ohne Markt-Beta-Kontrolle (Market Beta Adjustment; MBA). Dies korrespondiere mit einem geradlinigen Ansatz, da beide Strategien langfristig die gleiche Sharpe Ratio aufwiesen. 

Zwei Index-Versionen
Die Version one die MBA-Risikokontroll-Option hat eine Bias in Richtung defensives Beta und daher auch weniger Volatilität als der Markt, weswegen man damit als Investor nicht voll von der Marktrendite profitieren kann. Die Version mit MBA-Risikokontrolle, gleichgültig ob sie mit Leverage oder durch einen Overlay implementiert wird, weist eine Volatilität auf, die in etwa jener des Markts entspricht. Sie führt zu einer langfristigen Verbesserung der Sharpe Ratio der Überschussrendite, die durch die Faktorprämien bewirkt wird.  

Letztlich ist die Variante ohne MBA jene, die am besten zu einer Absolute Return-Risikobudgetierung passt und damit als Ersatz für eine marktkapitalisierungsgewichtete Benchmark in Frage kommt. Die Version mit MBA korrespondiert am besten mit dem Ansatz einer relativen Risikobudgetierung (bedingte realtive Performance, Tracking Error) und taugt damit als Ersatz für aktive Manager. Zum Download des Papers geht es hier. (kb)

 

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