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Natixis: Institutionelle reduzieren ihre Renditeerwartungen

Versicherer, Stiftungen und Pensionskassen rechnen für das kommende Jahr mit deutlich niedrigeren Anlageresultaten als bisher, zeigt eine Umfrage von Natixis IM. Die Mehrheit der Großanleger geht davon aus, dass die Wirtschaft noch eine ganze Weile brauchen wird, um sich von der Pandemie zu erholen.

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© Monster Ztudio / stock.adobe.com

Institutionelle Investoren gehen mit deutlich gedämpften Ertragshoffnungen ins nächste Jahr. Viele von ihnen haben ihre langfristigen Renditeerwartungen heruntergeschraubt, zeigt eine Umfrage von Natixis Investment Managers (Natixis IM) unter 500 Großanlegern wie Versicherungen, Pensionskassen oder Stiftungen. Die Renditeerwartungen sanken gegenüber der letztjährigen Umfrage um insgesamt 60 Basispunkte, also 0,6 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Besonders pessimistisch zeigten sich demnach Versicherer: Sie fuhren ihre Renditeprognosen sogar um hundert Basispunkte zurück und rechnen bei ihrer Kapitalanlage nur noch mit 5,5 Prozent Plus im kommenden Jahr. 

Eine große Mehrheit von 80 Prozent der Befragten geht davon aus, dass es bis mindestens Ende 2022 dauern wird, bis sich die Weltwirtschaft wieder auf demselben Niveau befindet wie vor der Corona-Krise. Gut ein Drittel erwartet die Rückkehr zur wirtschaftlichen Vorkrisen-Normalität sogar für 2023 oder später. Der Löwenanteil der Institutionellen hält die jüngste Erholung an den Finanzmärkten demnach für nicht dauerhaft. Passend dazu sieht mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer defensive Portfolios im kommenden Jahr im Vorteil.

Weniger US-Aktien, mehr Unternehmensanleihen
Die meisten Großanleger sind offenbar bereits defensiv positioniert. Der Umfrage zufolge wollen Institutionelle jedenfalls fürs nächste Jahr keine grundsätzlichen Veränderungen in ihrer Asset Allocation vornehmen. Der Aktienanteil dürfte dann im Schnitt bei 36 Prozent liegen, der Rentenanteil bei 40 Prozent. Der Anteil an alternativen Investments betrüge 17 Prozent, die Bargeldquote sechs Prozent. Innerhalb der einzelnen Anlageklassen kann es allerdings taktische Anpassungen geben.

Ein Drittel der Befragten will die Gewichtung von US-Aktien zugunsten von Titeln aus dem asiatisch-pazifischen Raum, Europa und den Schwellenländern reduzieren. Auf der Rentenseite wollen 19 Prozent der Großanleger weniger in Staatsanleihen investieren, 30 Prozent wollen mehr Firmenschuldtitel mit Investment-Grade-Rating kaufen. Fast die Hälfte will zudem ihre Anlagen in Green Bonds ausweiten. "Angesichts der Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die globale Wirtschaft richten institutionelle Anleger ihre Portfolios derzeit so aus, dass diese einerseits mit der kurzfristig erhöhten Volatilität zurechtkommen und sich andererseits auf die langfristigen Folgen der Pandemie einstellen", sagt Sebastian Römer, Leiter Zentral- und Osteuropa bei Natixis. (fp)

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