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Integration von ESG-Kriterien bei Infrastruktur-Investitionen

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Morningstar legt in der Aktiv-Passiv-Diskussion nach

Die Debatte, ob klassisch gemanagte Fonds oder Indexfonds für Investoren besser sind, erhält neue Nahrung. Jüngste Zahlen von Morningstar zeigen, dass aktive Fonds im vergangenen Jahr einmal mehr schlechter abgeschnitten haben als passive.

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© BNP Paribas AM

Morningstar gießt neues Öl in die Debatte, ob aktive oder passive Fonds das bessere Investment sind. In ihrem aktuellen Aktiv-Passiv-Barometer für den europäischen Markt kommt die Fondsratingagentur zu dem Ergebnis, dass die meisten herkömmlich gesteuerten Fonds gegenüber passiven Produkten schlechter abschneiden. Im vergangenen Jahr waren die Analysten bereits zu ähnlich ernüchternden Ergebnissen gekommen. Vor allem aktive Rentenfonds schlugen sich zuletzt deutlich schlechter als entsprechende passive Produkte.

Die Morningstar-Experten haben die kurz- und langfristige Wertentwicklung aktiver und passiver Produkte miteinander verglichen. "Um den 'Survivorship Bias' zu eliminieren, arbeiten wir mit dem Begriff 'Success Rate'. Hier geht es nicht nur um die Frage, wie viele aktiv verwaltete Fonds ihre Indexfonds-Konkurrenten übertroffen, sondern wie viele aktiv verwaltete Fonds die jeweilige Periode überlebt und den Durchschnitt der passiven Fonds am Markt übertroffen haben", erläutert Morningstar-Chefredakteur Ali Masarwah.

Je nach Anlageschwerpunkt und Investmentperiode fallen die Ergebnisse unterschiedlich aus. Die Performance vieler aktiver Fonds ist allerdings schon auf Sicht von einem Jahr durchwachsen – und fällt über die Jahre hinweg oft noch weiter ab.

Ausgerechnet die "Lieblingsfonds" geraten ins Hintertreffen
Aus Sicht heimischer Anleger dürfte besonders ärgerlich sein, dass die "Überlegensheitsquote" deutscher Standardwertefonds, die wegen des weitverbreiteten "Home Bias" sowohl auf Berater- als auch auf Anlegerseite in keinem bundesrepublikanischen Durchschnittsdepot fehlen, gegenüber dem Vorquartal und im Vergleich zu ETF-Pendants regelrecht eingebrochen ist. "Lag die Einjahres-Erfolgsquote per Ende September noch bei 65 Prozent, so sackte sie per Ende Dezember auf – immer noch ordentliche - 40 Prozent ab", berichtet Marsawah.

Die Ursachen seien unschwer auszumachen, so der Morningstar-Fachmann: "Mischen deutsche Standardwertefonds typischerweise Nebenwerte ihren Dax-orientierten Portfolios bei, so zeichnen sich Indexfonds in der Kategorie durch Trennschärfe aus. Ein Dax-ETF mischt nun mal keine MDax- oder SDax-Titel bei." Aktiv verwaltete Fonds der Kategorie täten das dagegen standardmäßig, sodass die Underperformance von Nebenwerten im vierten Quartal hier stark ins Kontor geschlagen habe. Eine ähnlich lautende Erklärung hatten neulich auch die Zunftkollegen von Scope geliefert.

Langfristig besser passiv investieren
Kurzfristig machten vor allem Manager aktiv verwalteter Rentenfonds ihre Sache schlecht. Auf Sicht von drei Jahren hatten noch 58 Prozent der aktiven Euro-Unternehmensanleihefonds die passive Konkurrenz geschlagen, waren es auf Jahressicht nur noch 18 Prozent. Bei US-Aktienfonds zeigt sich ein gegenteiliges Bild: Langfristig schaffte es nur ein kleiner Teil der aktiven Produkte, passive Fonds zu übertreffen. In den vergangenen zwölf Monaten schnellte die Erfolgsquote aktiver US-Aktienfonds gegenüber dem Drei-Jahres-Resultat allerdings von acht auf 26 Prozent in die Höhe.

Das Fazit der Analysten: Indexfonds sind ihren aktiv verwalteten Pendants in vielerlei Hinsicht überlegen. Oder, um es mit den Worten von Mornigstar-Chefredakteur Ali Marsawah zu sagen: "Günstige Fonds sind die besseren." Kurzfristig zeigt sich zwar ein gemischtes Bild. Grundsätzlich wird aber die Überlegenheitsquote aktiver Fonds immer kleiner, je länger der Zeitraum ist, den man sich anschaut. (fp)

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