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M.M.Warburg: Haben Fondsmanager mit Outperformance einfach nur Glück?

In wie weit hängt die Performance von Fondsmanagern einfach nur vom Glücksfaktor ab? Die Analysten von M.M.Warburg sind dieser Frage nachgegangen und zu einem interessanten Ergebnis gekommen.

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© Hortigüela / stock.adobe.com

Schaffen es Fondsmanager, den Markt mehrere Jahre in Folge zu schlagen, werden sie in der Presse und auch unter Investoren schnell als neue Gurus gefeiert. Dabei spielt immer auch der Zufall eine Rolle. "Die Märkte sind vergleichsweise effizient und speisen neue Informationen nahezu in Echtzeit ein. Dadurch wird es extrem schwer, den Markt systematisch zu schlagen", schreiben die Analysten von M.M.Warbung in ihrem aktuellen Konjunktur- und Strategiebericht.

Die Marktexperten sind der Frage nachgegangen, wie stark der Erfolg von Fondsmanagern tatsächlich von ihren Fähigkeiten abhängt und wie viel davon nicht mehr als purer Zufall ist.

Am Anfang stand dabei ein Gedankenspiel: Angenommen, an den Kapitalmärkten wäre alles nur vom Zufall abhängig und es gäbe auf der Welt genau 1.000 Portfoliomanager. "Es wäre zu erwarten, dass nach einem Jahr etwa 500 der Portfoliomanager den Markt geschlagen haben. Nach zwei Jahren gäbe es immerhin noch etwa 250 Portfoliomanager, die sukzessive den Markt geschlagen haben, während nach drei Jahren noch 125 Portfoliomanager die Nase vorne hätten", erklären die Warburg-Analysten. 

Nach fünf Jahren läge die Zahl der scheinbar "ewig" erfolgreichen Portfoliomanager immerhin noch bei etwa 30. "Was wie ein kleines Wunder aussieht, war in Wirklichkeit nichts als Zufall. Doch beschreibt dieses Gedankenexperiment wirklich die Realität?", fragen die Kapitalmarktexperten. Um diese Frage empirisch beantworten zu können, wurde die Performance von verschiedenen Fonds mit der Wertentwicklung ihrer jeweiligen Morningstar-Peergroup verglichen und geschaut, wie gut diese im Vergleich abgeschnitten haben. Das Ergebnis: Fonds, die in der Vergangenheit ihre Rivalen schlagen konnten, neigen später zu einer überdurchschnittlichen Performance (interessanterweise kam eine Studie des Indexanbieters S&P Dow Jones jüngst zu einem ganz anderen Resultat).

Glück allein reicht nicht
"Unsere Analyse zeigt, dass gute Ergebnisse im Asset Management langfristig nicht durch Glück erreicht werden können", schreiben die Experten. Je länger der betrachtete Zeitraum ist, umso deutlicher hängt der Anlageerfolg von den Fähigkeiten des Fondsmanagers ab – in die eine wie in die andere Richtung. Anleger sollten deshalb auf Portfoliomanager setzen, die ihr Können in der Vergangenheit bereits unter Beweis gestellt haben. (fp)

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