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Lyxor stellt Modell zur Temperatur-Bewertung von Investments vor

Lyxor AM präsentiert ein Modell zur Temperatur-Bewertung von Indizes und ETFs. Damit will das Unternehmen Anlegern mittels eines „Klima-Gradmessers“ die nötigen Informationen zur Verfügung stellen, die sie benötigen, um die Auswirkungen ihres Portfolios auf die Klimaerwärmung besser abzuschätzen.

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© Fokussiert / stock.adobe.com

Institutionelle Investoren wollen immer öfter möglichst genau wissen, welche Auswirkungen ihre Investments auf das Weltklima haben könnten. Eine entsprechende Lösung bietet seit kurzem Lyxor Asset Management an. Deren Modell soll als „Klima-Gradmesser" Institutionellen Informationen zur Verfügung stellen, damit diese Investorengruppe die Auswirkungen ihrer Portefeuilles auf die Klimaerwärmung besser abschätzen können.

Großanleger Anleger können sich damit gegebenenfalls den Zielen des Pariser Klimaabkommens annähern – sprich den Temperaturanstieg in diesem Jahrhundert deutlich unter zwei Grad Celsius über dem Stand in der vorindustriellen Zeit zu halten und daran zu mitzuwirken, diesen Anstieg gar auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Lyxor hat bislang für 150 Indizes bzw. für die entsprechenden ETFs die Temperaturen ermittelt. Die Zahl wird kontinuierlich ausgebaut, wie die Franzosen in ihre Aussendung ankündigen.

Das laut Lyxor AM innovative Modell ermittelt das Erwärmungspotenzial eines Investmentportfolios und soll ständig weiterentwickelt werden. Dabei ist die Temperatur-Bewertung ein gradueller Prozess, den Lyxor in Zusammenarbeit mit dem Klimadaten-Spezialisten S&P Global Trucost kontinuierlich verfeinert. S&P Global Trucost ist eine Tochterfirma des globalen Indexanbieters Standard & Poor’s und hat sich auf die Bewertung von Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel spezialisiert.

Mischkalkulation
Um die Temperatur von Indizes bzw. ETFs, die sich auf sie beziehen, zu berechnen, verwendet Lyxor Emissionsdaten der im Index enthaltenen Unternehmen aus der Vergangenheit sowie Schätzungen über ihre zukünftigen Emissionen. Dabei wurden, sofern diese vorlagen, die Emissionsziele der Unternehmen für die Zukunft oder ansonsten Schätzungen von S&P Global Trucost herangezogen.

Der Ansatz von Lyxor kombiniert dabei zwei anerkannte Methoden: Zum einen den „Sectoral Decarbonisation Approach“ (SDA), der von der Science Based Targets Initiative für Sektoren mit hohen Treibhausgasemissionen (Stromerzeugung, Stahlherstellung, Luftfahrt usw.) ausgearbeitet wurde, und zum anderen den „Greenhouse gas Emissions per unit of Value Added“-Ansatz (GEVA) für alle anderen Sektoren. Dank der Kombination der beiden Ansätze lässt sich ermitteln, inwieweit Unternehmen aus den unterschiedlichsten Sektoren die Ziele des Pariser Klimaabkommens erfüllen.

Lyxor hat sich für die Temperatur-Bewertung entschieden, um allen Anlegern und Interessengruppen die erforderliche Transparenz zu bieten, damit sie ein stärkeres Bewusstsein für die möglichen Umweltauswirkungen ihrer Anlagen entwickeln und die Klimarisiken ihrer Portfolios begrenzen können. Als einer der Vorreiter der Branche hält sich Lyxor schon längst an die Vorschriften und Verpflichtungen im Investmentbereich, die eine Veröffentlichung des Beitrags zur globalen Erwärmung sowie der Risikomanagement-Maßnahmen in Klimafragen verlangen, wie die Gesellschaft in eigener Sache festhält.

Neuer "Baustein"
Dieser neue Klima-Gradmesser sei ein weiterer Baustein in der langjährigen Politik von Lyxor, Anleger darin zu unterstützen, ihr Kapital in Investments für eine kohlenstoffärmere Welt umzuschichten. Andere Maßnahmen waren der Launch der „Green Bond“-ETFs, die Einführung der Lyxor-Klimapolitik 2019 und einer Gesamtpalette an Klima-ETFs im Jahr 2020, die im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen stehen. Aktuell prüft Lyxor, wie eine Berechnung von Klimarisiken und insbesondere von Übergangsrisiken in seine Fonds integriert werden können.

Florent Deixonne, Head of SRI bei Lyxor Asset Management, kommentiert: „Alle Portfolios, Indizes und Benchmarks haben Auswirkungen auf das Klima. Wir veröffentlichen jetzt diese Temperaturinformationen, um jeden Anleger dabei zu unterstützen, diese Auswirkungen selbst bewerten zu können. Es gibt kaum einen Zweifel daran, dass die Gewährleistung, dass Investments wirklich nachhaltig sind, zur fundamentalen Treuepflicht für professionelle Asset Manager gehören muss, ganz gleich, ob sie institutionelle Anleger beraten oder im Auftrag von Privatanlegern investieren. Auch Privatanleger, die ihre Anlagen selbst managen, können auf diese Informationen zugreifen, damit sie klimabewusster investieren und ihre Portfolios, falls gewünscht, besser an die Temperaturziele des Pariser Klimaabkommens anpassen können.“  (aa)

 

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