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KI-Studie: Institutionelle Investoren zwischen Boom und Bust

Eine neue Studie von "Economist Impact" untersucht, wie institutionelle Investoren die Entwicklung des KI-Investitionsbooms mitgestalten – und möglicherweise verstärken. Dabei stellt sich auch die Frage, wie nachhaltig der aktuelle KI-Investitionszyklus ist.

Simon Klein, Global Head of Xtrackers Sales: "Die Ergebnisse machen deutlich, dass institutionelle Investoren langfristig vom Potenzial der KI überzeugt sind, zugleich jedoch kurzfristige Unsicherheiten bestehen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, konzentrierte Aktienexponierungen und die Widerstandsfähigkeit von Portfolios sorgfältig zu analysieren."
 
Simon Klein, Global Head of Xtrackers Sales: "Die Ergebnisse machen deutlich, dass institutionelle Investoren langfristig vom Potenzial der KI überzeugt sind, zugleich jedoch kurzfristige Unsicherheiten bestehen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, konzentrierte Aktienexponierungen und die Widerstandsfähigkeit von Portfolios sorgfältig zu analysieren."
 © Christoph Hemmerich / Institutional Money

Eckpunkte:

  • Eine Umfrage von Economist Impact, bei der die DWS als Sponsor agiert, zeigt, was Institutionelle vom KI-Boom halten.
  • Befragte wurden 300 institutionelle Investoren weltweit

Der Hype um Künstliche Intelligenz (KI) hat eine neue Phase erreicht: Institutionelle Investoren sind längst keine bloßen Beobachter mehr, sondern fungieren als zentrale Finanziers der notwendigen Infrastruktur – von Hyperscale-Rechenzentren bis zu spezialisierten Trainingssystemen. Die aktuelle Studie „Exuberance and exposure: Institutional investors and the AI boom“ von Economist Impact im Auftrag der DWS zeigt jedoch, dass diese tiefe Involvierung ein gefährliches Paradoxon birgt: Während die langfristige Überzeugung („Conviction“) felsenfest steht, wächst die kurzfristige Fragilität der Portfolios.

Der Bericht basiert auf einer weltweiten Umfrage unter 300 institutionellen Investoren aus Nordamerika, Europa und Asien – darunter Pensionsfonds, Versicherer, Staatsfonds, Stiftungen, Family Offices und Regierungsbehörden – die im Februar und März 2026 durchgeführt wurde.

Momentum schlägt Fundamentaldaten
Der aktuelle Investmentzyklus speist sich aus einer instabilen Mischung. Über 70 Prozent der befragten Institutionellen geben an, dass Momentum-Faktoren wie die jüngste Aktienmarkt-Performance oder die extreme Renditekonzentration auf wenige dominante Firmen ihre Allokation treiben. Nur rund die Hälfte der Befragten sieht die wirtschaftlichen Fundamentaldaten, wie etwa langfristige Produktivitätsgewinne, als primären Treiber. Dies deutet darauf hin, dass steigende Preise derzeit ihre eigene Rechtfertigung schaffen – ein klassisches Warnsignal für eine Überhitzung.

Das Risiko-Mismatch: Hohe Erwartungen, geringe Puffer
Besonders brisant ist die Diskrepanz zwischen Erwartungshaltung und Verlusttoleranz. Fast 80 Prozent der Befragten halten eine Korrektur bei KI-Aktien von mindestens 20 Prozent in den nächsten zwölf bis 18 Monaten für wahrscheinlich. Gleichzeitig erklärt jedoch weniger als ein Prozent der Investoren, einen derartigen Drawdown ohne substanzielle Schäden überstehen zu können. Trotz dieser fragilen Basis äußern über 80 Prozent Vertrauen in ihre Portfolio-Resilienz – das ist eine Einschätzung, die angesichts der harten Fakten als gefährlich optimistisch gewertet werden muss.

Klumpenrisiken und „falsche“ Diversifikation
Die KI-Exponierung ist massiv und konzentriert sich primär auf den Aktienbereich: Zwei Drittel der Befragten halten 25 bis 50 Prozent ihrer Aktienportfolios in KI-bezogenen Werten. Viele Institutionelle sind gegenüber ihren strategischen Allokationszielen deutlich übergewichtet. Damit droht das Risiko einer „falschen Diversifikation“: Sollten die Bewertungen sektorenübergreifend korrigieren, bieten die vermeintlich gestreuten Portfolios weniger Schutz als erhofft.

Fazit: Antizyklik statt Rückzug
Trotz der erkannten Risiken planen nur 21 Prozent der Anleger, ihr KI-Exposure aktiv zu reduzieren. Stattdessen setzen sie auf Prozessoptimierung und Governance: Verschärfte Aufsicht und vordefinierte Rebalancing-Trigger sollen durch die Volatilität führen.

Bemerkenswert ist die antizyklische Intention: Viele Investoren positionieren sich als opportunistische Käufer, die bei fallenden Kursen ihre Allokationen sogar weiter aufstocken wollen. Der institutionelle Sektor könnte somit zum entscheidenden Stabilisator, oder zum Brandbeschleuniger des nächsten Tech-Abschwungs werden. (aa)


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DWS: Exuberance and exposure: Institutional investors and the AI boom

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