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Kelton zu Inflation: "Was, wenn wir komplett falsch liegen?"

In ihrer Keynote auf dem Institutional Money Kongress ließ Stephanie Kelton, Galionsfigur der Modern Monetary Theory, mit unkonventionellen Gedanken zum Thema "Inflation" aufhorchen. Demnach könnte die gängige Meinung zur Funktionsweise von Zinspolitik nicht nur falsch, sondern kontraproduktiv sein.

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Stephanie Kelton ist die prominenteste Vertreterin der Modern Monetary Theory (MMT). In einem brillanten Vortrag hinterfragte sie ökonomische Thesen, die seit Jahrzehnten in Stein gemeißelt sind.
© Nikolai Haubner / Institutional Money

"Der arme Ben". Wenn sich Stephanie Kelton an die Zeit der Großen Finanzkrise erinnert, denkt sie mit einem Hauch von Mitleid an Ben Bernanke, den ehemaligen Präsidenten der US-Notenbank Federal Reserve, zurück. Auf seine Schultern wurde die Last geladen, die größte Volkswirtschaft der Welt aus der größten Finanzkrise der jüngeren Vergangenheit zu führen – ein Unterfangen, bei dem ihm die Politik laut Einschätzung der US-Ökonomin deutlich weniger zur Seite stand, als möglich gewesen wäre.

Die Galionsfigur der Modern Monetary Theory kennt die Geschichten, die sich in dieser Zeit auch hinter den Kulissen zugetragen haben, gut, ist sie doch in der demokratischen Partei hervorragend vernetzt. Das hat sich nicht zuletzt in ihrer Beratungsfunktionen für Bernie Sanders niedergeschlagen, als dieser als Kandidat des linken Flügels zu den Primaries antrat.

Als 2009 das ganze Ausmaß der GFC, also der Great Financial Crisis offenbar wurde, beauftragte der damalige Präsident Barack Obama ein Gremium, zu dem unter anderem Christy Romer und federführend der Larry Summers gehörte, der während der Clinton-Administration als Finanzminister fungiert hatte. "Christy legte dabei ein Papier vor, dass Sondermaßnahmen von bis zu 1,8 Billion Dollar umfasste.", erzählt Kelton. "Doch Larry hat das Memo unterdrückt, es ist nie zum Präsidenten vorgedrungen." Der Grund sei gewesen, dass Summers "das B-Wort nicht hören wollte". B, wie Billion. Er hätte Angst gehabt, dass ein Paket, das die Billion-Dollar-Markt erreicht oder überschreitet, politisch nicht umsetzbar wurde, entsprechend kleiner wurde das Rettungsprogramm schlussendlich.

Kelton wertet das als enormen Fehler und Grund dafür, dass die USA verhältnismäßig lange brauchten, um sich von 2008/2009 zu erholen. Ein ambitionierteres Programm hätte der Wirtschafte einen Kick-Start gebracht.

Doch hätte das nicht die Inflation befeuert? Keltons Antwort finden Sie im nächsten Kapitel der Bildgalerie, oder indem Sie hier klicken. (hw)

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