Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Theorie

| Märkte
twitterlinkedInXING

Jahresend- und darauf folgende Jahresanfangsrallye unter der Lupe

Es ist die am zweitmeisten gestellte Anlegerfrage - und zwar nach jener, ob es eine Jahresendrally gibt: Folgt auf eine Jahresendrally aus historischer Sicht ein starker oder ein schwacher Jahresauftakt? Sven Lehmann von HQ Trust hat nachgerechnet.

sven-lehmann-11-2015-kopie.jpg
Sven Lehmann, Fondsmanager des HQT Global Quality Dividend
© HQ Trust

Sven Lehmann, Fondsmanager des HQT Global Quality Dividend, ermittelte im Rahmen seiner Analyse den „Mehrertrag eines Monats in Abhängigkeit der Rendite des Vormonats“. Im Klartext bedeutet das Folgendes: Im ersten Schritt berechnete Lehmann die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurse nach einem guten Monat auch im kommenden Monat zulegen – und umgekehrt. Im zweiten Schritt schaute er, wie hoch die Outperformance ist, wobei er als Vergleichswert den historischen Monatsmittelwert des S&P 500 verwendete.

Auf eine Jahresendrallye folgt aus historischer Sicht auch eine Jahresanfangsrallye
„Der Blick zurück auf die vergangenen knapp 150 Jahre zeigt, dass auf einen überdurchschnittlichen Dezember im Mittel auch ein überdurchschnittlicher Januar folgt“, fand Sven Lehmann heraus. „Allerdings existiert dieser Effekt auch bei den meisten anderen Monaten: In zehn von zwölf Fällen folgte auf einen überdurchschnittlichen Monat im Schnitt ein weiterer guter Monat.“ Umgekehrt gilt: Verlief der Vormonat unterdurchschnittlich, folgte dagegen nur in sechs von zwölf Fällen ein weiterer unterdurchschnittlicher Monat.

Parallelen
Auf einen überdurchschnittlichen Dezember folgt im Mittel ein überdurchschnittlicher
Januar. Dieser Effekt existiert aber auch bei den meisten anderen Monaten, wie Lehmann feststellte, wie die folgende Grafik illustriert:

Quellen: HQ Trust; Refinitiv, Global Financial Data

Weitere Erkenntnisse
"Am höchsten war die Wahrscheinlichkeit, dass ein weiterer guter Monat folgt, von April auf Mai (68,6 Prozent), am niedrigsten von Juni auf Juli (49,3 Prozent)“, fand Lehmann heraus. Und weiter: "Von April auf Mai war auch die Outperformance mit 1,2 Prozentpunkte im Vergleich zum historischen Mittelwert am höchsten.“ Doch wehe der April lief schlecht: Dann ging es im Mai im Schnitt auch am stärksten nach unten.

Wie endete das Jahr 2020?
Mit einem Plus von 3,8 Prozent war der Dezember im S&P 500 natürlich überdurchschnittlich. (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren