Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Theorie

| Theorie
twitterlinkedInXING

Ist die traditionelle Kapitalmarkttheorie tot?

FERI Cognitive Finance Institute lud namhafte Wissenschaftler zum „1. FERI Science Talk“, wo es zum interdisziplinären Austausch betreffend den aktuellen Stand der Kapitalmarktforschung kam. Dabei bietet die Cognitive Finance Methodik Ansätze für eine neue Kapitalmarkttheorie.

rapp-heinz-werner-portrait.jpg
Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer des FERI Cognitive Finance Institute
© Feri

Ist die traditionelle Kapitalmarkttheorie nun tot - oder doch nicht? Dieses Leitthema setzte das FERI Cognitive Finance Institute als Organisator des „1. FERI Science Talks“ in Bad Homburg. Drei namhafte Forscher aus unterschiedlichen Fachrichtungen trugen dazu ihre Thesen vor und diskutierten anschließend mit FERI Experten den aktuellen Stand der modernen Kapitalmarktforschung. 

Bisherige Theorie ohne Erklärungskraft bei exponentiellen Verläufen

„Das tradierte Bild effizienter Kapitalmärkte wurde in den letzten Jahren durch diverse schwere Marktkrisen erschüttert“, sagte Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer des FERI Cognitive Finance Institute. Die Erklärungskraft bisheriger Modelle sei vor allem für exponentielle Marktverläufe, wie etwa bei Blasen und Crashs, mangelhaft. Die so genannte „Behavioral Finance“ biete hier zwar wertvolle Erkenntnisse. Allerdings müsse ein modernes Verständnis realer Kapitalmärkte auf der Grundlage einer systematischen Erforschung menschlicher Verhaltensweisen erfolgen, die deutlich über den bisherigen Wissensstand der Behavioral Finance hinausgeht. 

In seinem Vortrag zu „Econophysics“ ging Prof. Dr. Oliver Hein (Bild rechts) von der Technischen Hochschule Mittelhessen auf die Frage ein, inwiefern sich Methoden und Theorien, die ursprünglich der Physik entstammen, auf ökonomische Fragestellungen anwenden lassen. Er forderte eine stärkere interdisziplinäre Zusammenarbeit. 

Markt-Mikrostrukturtheorie und Komplexitätstheorie im Fokus

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierte Hein mit Prof. Dr. Dirk Schiereck von der Technischen Universität Darmstadt sowie mit Prof. Dr. Alexander Kempf (Bild links) von der Universität zu Köln, welche neuen Ansätze für eine ganzheitliche Kapitalmarkttheorie viel versprechend sein könnten. Dabei standen vor allem die Markt-Mikrostrukturtheorie sowie die Komplexitätstheorie im Fokus. „Beide Bereiche konzentrieren sich auf die Ebene der Marktteilnehmer und betrachten Kapitalmärkte als komplexe, adaptive Systeme", fasste Dr. Heinz-Werner Rapp zusammen. Somit brächten diese Ansätze neue und vor allem praktisch verwertbare Erkenntnisse für das dynamische Verhalten realer Kapitalmärkte. In der proprietären Cognitive Finance-Methodik des FERI Instituts spielten diese bereits eine wichtige Rolle, so Rapp. 

Fortsetzung folgt

„Der Science Talk ist für das FERI Cognitive Finance Institute eine hervorragende Gelegenheit, um unseren Anspruch als interdisziplinäre Forschungsinitiative zu erfüllen und den Austausch namhafter Wissenschaftler zu fördern“, so Rapp. Daher werde die Veranstaltungsreihe mit wechselnden Schwerpunktthemen fortgesetzt. (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren