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Studie über das Investoreninteresse an Gold veröffentlicht

Zeiten der Inflation führen automatisch zu einer höheren Edelmetall-Nachfrage? Dass diese Rechnung nicht aufgeht, zeigen aktuelle Zahlen.

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Gold gilt seit jeher als Sicherheitsanker im Portfolio und erfreut sich daher insbesondere in Krisenzeiten großer Beliebtheit. In der aktuellen inflationsgeprägten Zeit sieht es aber anders aus. Das zeigt eine Studie der Branchenorganisation World Gold Council, der zufolge die Nachfrage nach dem Edelmetall rapide sinkt. Im zweiten Quartal dieses Jahres ist sie gegenüber dem Vorjahreszeitraum – also dem Beginn der Pandemie – um stolze 13 Prozent zurückgegangen.

Dahinter steckt vor allem die Zurückhaltung institutioneller Investoren, die steigende Zinsen in den USA erwarten.Das würde den Dollar unter Umständen stärken, was Goldkäufe aus dem Ausland verteuert, zudem verliert die zinslose Goldanlage ihren Reiz. Diese Effekte lassen sich schon jetzt in erster Linie bei Papiergold ablesen. Die Abflüsse aus Gold-ETFs weltweit betrugen laut der Studie im dritten Quartal 27 Tonnen Gold. Im Vorjahr hatte es derweil massive Zuflüsse gegeben. Im August 2020 hatte der Goldpreis mit 2.071 US-Dollar je Feinunze alle Rekorde gebrochen.

Anleger halten an Münzen und Barren fest
Anleger, die auf physisches Gold setzen, bleiben der Anlage ins Edelmetall aber treu, wie die "FAZ" berichtet. In der Schmuckherstellung ist die Nachfrage gegenüber dem Vorjahreszeitraum dank wieder wachsender Konsumlaune sogar um ein Drittel gestiegen. Auch am Technologiegold, das in der Industrie verarbeitet wird, wuchs das Interesse. Wobei Lieferengpässe hier mittelfristig wieder in den Sinkflug führen könnten. (fp)

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