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Heike Fürpaß-Peter, Lyxor: Aktiv oder passiv?

Um in schwierigen Marktphasen Mehrwert zu generieren, sind Kompromisse und Kombinationen nötig, erklärte Heike Fürpaß-Peter, Head of Sales bei Lyxor ETF, beim FONDS professionell KONGRESS in Mannheim. Da seien sowohl aktive, als auch passive Investmentansätze respektie eine Kombination sinnvoll.

Heike Fürpaß-Peter, Lyxor ETF
Heike Fürpaß-Peter, Lyxor ETF: "Smart Beta bildet die Brücke zwischen aktivem und passivem Investment."
© Lyxor ETF

Aktiv oder passiv, Benchmark oder Smart Beta - vielfach wird dies als reine Schwarz-Weiß-Entscheidung verstanden. Doch das muss nicht so sein. "Entscheidend für den Erfolg eines Portfolios ist eine optimale Balance zwischen den einzelnen Extremen", sagt Heike Fürpaß-Peter, Vertriebschefin für Deutschland und Österreich bei Lyxor ETF.

Sie erinnerte zu Beginn ihres Vortrages auf dem FONDS professionell KONGRESS daran, dass passive Fonds die Lücke zwischen ETF-Performance und der Benchmark so gering wie möglich halten wollen, während aktive Fonds stets eine Outperformance gegenüber der Benchmark zum Ziel haben. Die ETF-Tochter der Société Générale untersucht in ihrer Research Academy mit regelmäßigen Studien, wie gut dies gelingt.

Drei von vier aktiven Managern schlagen Benchmark nicht
Ergebnis: Nur etwa ein Viertel der aktiv gemanagten Fonds erzielt höhere Rendite über zehn Jahre als der Vergleichsindex (2018: 24 Prozent). Über ein Jahr schafften die aktiven Fonds zu 31 Prozent eine Outperformance (2017: 44 Prozent). "Dies symbolisiert, dass 2018 ein sehr schwieriges Jahr war", meint Fürpaß-Peter mit Blick auf die jüngste Lyxor-Studie. Über zehn Jahre hinweg verfehlten 76 Prozent der Fondsmanager aktiver Fonds ihre Benchmark.

Wie die Studie weiter zeige, ist es um die Ausdauer derjenigen aktiven Fonds, die überhaupt eine Outperformance schaffen, auch nicht gut bestellt. Im Durchschnitt aus Aktien- und Rentenfonds schlagen 33,7 Prozent Fondsmanager im ersten Jahr nach dem Vertriebsstart ihre Benchmark, im zweiten Jahr sind es noch 15,2 Prozent, und im dritten Jahr nur noch 7,2 Prozent der aktiven Fonds.

Rentenfonds gerieten besonders stark ins Hintertreffen
Besonders aktiv gemanagte Rentenfonds hat es 2018 böse erwischt. Lediglich 27 Prozent schafften eine Outperformance, während in den drei Jahren zuvor laut Studie zwischen 32 Prozent 2016 und 39 Prozent 2017 der Rentenfondsmanager ihren Index geschlagen hatten. Bei Aktienfonds war es nicht ganz so schlecht. Hier schafften 33 Prozent eine Outperformance, während in den drei Jahren zuvor laut Studie zwischen 26 Prozent 2016 und 53 Prozent 2015 der Aktienfondsmanager ihren Index geschlagen hatten (2017: 47 Prozent).

"In effizienteren Large-Cap-Märkten ist es schwierig für aktive Manager, ihre Benchmark zu übertreffen", so die ETF-Expertin in ihrem Vortrag. Dafür schafften die besten aktiv gemanagten Aktienfonds 2018 eine Überrendite von mehr als acht Prozentpunkten, insbesondere bei spanischen Large Caps, europäischen Small Caps und US Small Caps, berichtete Fürpaß-Peter. Sie gab einen Einblick in die Anlageklassen und das jeweilige ökonomische Umfeld, in dem aktive oder passive Fonds zu bevorzugen ist, und inwieweit Smart-Beta-Strategien zum Erfolg beisteuern.


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Anlagevolumina beginnen sich zu verschieben
Die Anlagevolumina ändern sich im Trend zugunsten von passiven Fonds, berichtete Fürpaß-Peter. Noch machten ETFs erst 26 Prozent der Vermögenswerte aller Investmentfonds in Europa aus. Doch die kumulierten Mittelzuflüsse bei Aktien waren sowohl in Europa als auch in den USA überproportional gut bei passiven Fonds.

"Smart Beta bildet die Brücke zwischen aktivem und passivem Investment", so Fürpaß-Peter. Passives Tracking diene als Grundlage von Smart Beta, beinhalte aber Grundsätze aktiven Managements durch die strategische Auswahl von Aktien. Smart Beta nutzt ein feststehendes Regelwerk für die Restrukturierung traditioneller Indizes.

Basierend auf traditionellen Kursbarometern, die nach Marktkapitalisierung gewichtet sind, erfolge bei Smart Beta laut Fürpaß-Peter entweder eine Neugewichtung des bestehenden Wertpapieruniversums oder die Auswahl einer Teilmenge von Wertpapieren. Dabei komme es auf das Anlageziel an: reduziertes Risiko, nachhaltiges Einkommen, die Marktprämie effizienter erfassen oder die Faktorprämie erfassen.

Das Beste aus beiden Welten kombinieren
Als ein Beispiel nannte die Referentin "Minimum-Varianz-Strategien", mit denen die Volatilität des Portfolios reduziert werden sollen. Die Lyxor-Studie hat gezeigt, dass bei einer aktiven Auswahl von Fonds die Gewichtung aktiver Fonds von 33 auf 50 Prozent gesteigert werden kann. "Die Kombination mit passiven Fonds ergab dabei historisch einen höheren Mehrwert als ein Portfolio, das entweder nur aus aktiven oder nur aus passiven Fonds bestand", berichtet Fürpaß-Peter.

Sie glaubt, dass derzeit in Europa bei der Portfoliozusammensetzung passive Fonds vernachlässigt werden. "Deren Gewichtung kann erhöht werden, zugleich aber die Selektion bei aktiven Fonds auch." Als Portfolio schlägt die Lyxor-Studie 60 bis 70 Prozent passives sowie 30 bis 40 Prozent aktives Management vor. "Die richtige Mischung bringt den Erfolg", sagt die ETF-Expertin. Smart-Beta-ETF profitieren derzeit zusätzlich von der erhöhten Unsicherheit an den Märkten. (dpo)

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