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Greenwashing bei Green Bonds: Auf das müssen Anleger achten

Damit Anleiheinvestoren nicht Opfer von falsch etikettierten Green Bonds und damit von "Greenwashing" werden, sollten Profianleger bei der Analyse einige wichtige Kriterien mitberücksichtigen.

James Rich, Senior Portfolio Manager bei Aegon Asset Management
James Rich, Aegon Asset Management, nennt in der Bildergalerie fünf wichtige Kriterien, um Greenwashing aufzudecken.
© Aegon Asset Management

„Investoren müssen cleverer denn je sein, um Greenwashing zu vermeiden, da der Markt für grüne Anleihen neue Höhen erreicht“, erklärt James Rich, Senior Portfolio Manager bei Aegon Asset Management. Zur Erinnerung:  Die weltweiten Emissionen an Green Bonds haben sich von nur 38 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 auf 226 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr versechsfacht. Im dritten Quartal des vergangenen Jahres erreichten die Emissionen laut Bloomberg einen Rekordwert von 85 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Vertiefende Analysen notwendig
Während die steigende Emission von Anleihen mehr Auswahl für Investoren ermöglicht, bedeutet dies auch, dass sie kritischer sein müssen, um Greenwashing zu vermeiden, so Rich. „Viele Emittenten, die zum ersten Mal eine Anleihe mit einem Gütesiegel ausgeben, tun dies jedoch opportunistisch, um von den niedrigeren Zinssätzen im Vergleich zu normalen Finanzierungen zu profitieren. Infolgedessen wächst das Risiko von Greenwashing durch sogenannte „gelabelte“ Anleihen, was darauf hindeutet, dass Investoren jede Emission von Fall zu Fall sorgfältig prüfen müssen.“

„In Abwesenheit eines gemeinsamen Industriestandards können Emittenten von „gelabelten“ Anleihen anfällig für falsche Versprechen sein. Viele Unternehmen versäumen es, versprochene Berichte über ihre „gelabelten“ Anleihen zu veröffentlichen oder berichten nur unzureichend über die Kennzahlen, die für die Messung des Erfolgs der identifizierten Projekte am wichtigsten sind.“ Da es keine branchenweiten Standards für solche Anleihen gäbe, sei es nach Ansicht von Rich unabdingbar, jede Emission von Anleihen mit einem sogenannten Label von Fall zu Fall in fünf Schlüsselbereichen gründlich zu prüfen. Auf was Profianleger bei Green Bonds genau achten müssen, ist obiger Bildergalerie zu entnehmen. (aa)

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