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| Theorie

Gesundheitsimmobilien mit Spitzenrendite von 4,7 Prozent

Der Markt für Ärztehäuser und Gesundheitszentren ist 2025 in der Nische stark gewachsen. Indexierung und geringe Betreiberrisiken versprechen Schutz für Investoren. Das ist einem aktuellen Marktreport von Hauck Aufhäuser Lampe und CBRE zu entnehmen.

Investments in Gesundheitszentren weisen meist indexierte Mietverträge auf. 
Investments in Gesundheitszentren weisen meist indexierte Mietverträge auf. © Hauck Aufhäuser Privatbank AG

Eckpunkte:

  • Transaktionsvolumen verzeichnet höchsten Zuwachs
  • Konsolidierung und Konzentration interessieren Investoren
  • Indexierung bietet Schutz vor Inflation

Der Investmentmarkt für Pflege- und Gesundheitsimmobilien ist im Gegensatz zum Gesamtmarkt für Gewerbeimmobilien im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Das Transaktionsvolumen von Gesundheits- und Pflegeimmobilien erzielte einen Zuwachs von 18 Prozent – und verzeichnete damit das größte Wachstum im Vergleich mit dem Gesamtmarkt für Gewerbeimmobilien, der gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent schrumpfte. Das Transaktionsvolumen dieses Segments lag bei insgesamt 1,2 Milliarden Euro, informierte Dr. Jan Linsin, Head of Research Germany bei CBRE Germany auf einer Online-Pressekonferenz zum „Marktreport ambulante Gesundheitsimmobilien“, welchen die Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe (HAL) in Kooperation mit CBRE bereits zum dritten Mal erstellt hat.

Das Transaktionsvolumen für das Segment der Ärztehäuser und Gesundheitszentren allein kommt auf etwa 200 Millionen Euro und wuchs damit sogar um 120 Prozent (2024 waren es 91 Millionen Euro). Der Markt ist kleinteilig. Es dominierten Einzeltransaktionen von um die 50 Millionen Euro, heißt es im Marktbericht, wobei der Beginn dieses Jahres durch zwei Portfoliotransaktionen gekennzeichnet war. „Konsolidierungs- und Konzentrationsprozesse wecken das Interesse von Investoren“, so Linsin. Vor allem Investoren aus dem Ausland blickten gezielt auf größere Portfolios.

Ärztehäuser rentieren bei 4,3 Prozent
Stabil zeigen sich die Renditen. Seit etwa 2023 im Segment der ambulanten Gesundheitsimmobilien hat sich diese kaum verändert. Die Nettoanfangsrendite lag hier 2025 bei 4,7 Prozent, Ärztehäuser kommen auf 4,3 Prozent, wobei die Spitzenrendite bei Pflegeheimen auf 5,4 Prozent kommt. Auch die Ausfallwahrscheinlichkeit von ambulanten Gesundheitseinrichtungen liegt im Durchschnitt mit 0,4 Prozent deutlich niedriger als zum Beispiel die von stationären Einrichtungen mit 1,35 Prozent.

Als wichtigen Treiber für die „Ambulantisierung“ der Gesundheitsversorgung sieht Felix Rotaru, Director Healthcare bei HAL REIM vor allem die hohen Kosten der stationären Versorgung. Die Demografie und steigende Anforderungen an das Gesundheitswesen steigerten zusätzlich die Bedeutung der ambulanten Versorgung in den Ballungszentren, aber auch in ländlichen Regionen. Und so setzt der diesjährige Marktbericht den Akzent auf das Schließen von Versorgungslücken in ländlichen Regionen.

Mietverträge sind indexiert
Für Investoren interessant ist das Segment der ambulanten Gesundheitsimmobilien aus Sicht von Patrick Brinker, Head of Real Estate Investment Management bei HAL REIM, vor allem aufgrund des geringeren Betreiberrisikos und der deutlich geringeren Regulatorik und biete außerdem Inflationsschutz, dadurch, dass Mietverträge nahezu vollständig indexiert seien. Und Jan Linsin betonte, Investoren schauten immer mehr auf die Microlage, die bauliche Qualität und die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Ärzteschaft – Reputation komme immer mehr zum Tragen. Man solle zudem abseits der Top-Standorte durchaus auch B- bis D-Standorte in den Blick nehmen. (de)

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