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Fidelity-Studie: Nachhaltigkeit bringt gerade in Krisenzeiten Vorteile

Wertpapiere mit guter ESG-Bewertung sind bislang besonders gut durch die Pandemie gekommen, zeigt eine Auswertung von Fidelity. Nachhaltigkeit sollte daher im Mittelpunkt des Portfoliomanagements stehen, so das Fazit der Studienautoren.

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Die Corona-Krise war unter anderem auch ein Stresstest für Nachhaltigkeitsinvestments. Die Belastungsprobe kann als bestanden gelten, heißt es von Fidelity: In den ersten neun Monaten dieses turbulenten Jahres haben Aktien mit vergleichsweise hohem ESG-Rating (Noten "A" und "B" in nachfolgender Grafik) fast durchweg besser abgeschnitten als Titel mit schlechteren Nachhaltigkeitsnoten. Einzige Ausnahme war der Monat April. Das geht aus einer aktuellen Studie des Fondsanbieters hervor. ESG-Aktien schlugen sich also sowohl im Frühjahrs-Crash als auch während der darauffolgenden Erholung besonders gut.

"Für den Zeitraum des Markteinbruchs und der anschließenden Erholung konnten wir eine enge Beziehung zwischen guten Nachhaltigkeitsratings und hohen Renditen feststellen", sagt Jenn-Hui Tan, Leiter des Nachhaltigkeitsbereichs bei Fidelity. "Das bestätigt unsere Einschätzung, dass sich gute Unternehmen durch ein umsichtiges Management auszeichnen und in Krisen widerstandsfähiger sind." Tans Schlussfolgerung: Nachhaltigkeit sollte im Zentrum eines aktiven Portfoliomanagements stehen.

Auch bei Anleihen lohnt sich "grün"
Fidelity hat für seine ESG-Studie die Wertentwicklung von 2.659 Aktien und 1.450 Anleihen untersucht. Bei Bonds mit gutem Nachhaltigkeitsrating ließ sich Ähnliches beobachten wie bei ESG-Aktien: Festverzinsliche mit Top-Bewertung erzielten im Schnitt bessere Ergebnisse als klassische Anleihen – auch wenn sämtliche Titel im Untersuchungszeitraum Verluste verzeichneten. Bonds mit A-Rating verloren jedoch durchschnittlich 0,5 Prozent an Wert, Titel von Emittenten mit schlechtem D-Rating gaben dagegen im Schnitt um 4,6 Prozent nach. (fp)

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