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ESG in der Kritik: Investorenbedürfnisse bleiben auf der Strecke

Laut einer Studie von Invesco und Dankse Bank besteht die Gefahr, dass viele Ansätze der ESG-Integration zu einer Pflichtübung werden. Auch könnte eine Abkoppelung der ESG-Integration vom Investmentprozess zu einem „gravierenden“ Bedeutungsverlust in der Umsetzung führen.

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© Fotomek / stock.adobe.com

Eine Studie von Danske Bank und Invesco fordert mehr Authentizität in der ESG-Integration und mehr Klarheit über Ansätze, Strategien und Methoden für Asset Manager und Investoren. Das hat gute Gründe: Denn die Integration von ESG-Faktoren in Anlageentscheidungen hat in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig haben sich die Standards, Verhaltenskodizes und Offenlegungspflichten in diesem Bereich seit Umsetzung der Grundsätze für Verantwortliches Investieren (PRI) der Vereinten Nationen im Jahr 2006 rasant vermehrt.

Die bei Invesco erhältliche Studie „Lost in Translation: In Search of Authenticity in ESG Integration“ wurde von Bonnie Saynay (Global Head of Responsible Investment bei Invesco), Dr. Henning Stein (Global Head of Thought Leadership bei Invesco) und Ulrika Hasselgren (Global Head of Sustainability and Impact Investing bei Danske Bank) verfasst.

Investorenbedürfnisse bleiben auf der Strecke
Im Zuge der Weiterentwicklung der ESG-Integration sind die Bedürfnisse der Investoren teilweise auf der Strecke geblieben, meinen Invesco und Danske Bank. Angesichts der vielen Hundert unterschiedlichen Bewertungsinstrumente und -initiativen, die inzwischen weltweit im Einsatz sind, sei zu befürchten, dass viele Ansätze der ESG-Integration zu einer reinen Pflichtübung werden – oder es bereits sind – und Asset Managern und Investoren wenig echte Erkenntnisse oder Mehrwert liefern.

ESG: Kommunismus über die Hintertüre?
Mittlerweile wird sehr viel gemessen, aber möglicherweise zu wenig verstanden, argumentieren Invesco und Danske Bank. Die Autoren warnen davor, einer Branche, deren Stärke in der Vielfalt liegt, einen Einheitsansatz aufzuzwingen. Auch sollten Asset Manager und die Unternehmen, in die diese investieren, nicht für die Nichteinhaltung vorgegebener Standards bestraft werden, sondern zu einem kritischen Engagement und positiven Veränderungen ermutigt werden.

„Letztlich rufen wir zu einer Rückkehr zur Authentizität und einer Rückbesinnung auf das Wesentliche auf“, schreiben die Autoren der Studie. Invesco und Danske Bank plädieren für einen von den Fondsmanagern gesteuerten Prozess der ESG-Integration, der den Fokus auf ein tiefgreifendes Verständnis der Thematik und einen kritischen Dialog legt. Schließlich sei ESG kein Zahlenspiel oder bürokratischer Auswuchs, sondern eine Chance, Umwelt-, Sozial- und Governance-Anliegen wirkungsvoll zu adressieren und fester in der Gesellschaft zu verankern. (aa)

Exklusive ESG-Umfrage
In unserer neuesten Online-Umfrage wollen wir in Erfahrung bringen, was Sie von der Idee halten, „Nachhaltigkeit“ bei Investments verpflichtend einzuführen. Die Umfrage finden Sie auf der Startseite rechts unten oder HIER.

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