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Erneuerbare Energien: Drei Strategien für institutionelle Investoren

Wie Großanleger im Bereich Erneuerbare Energien reüssieren können, erklären Dr. Dieter Rentsch, Co-Founder Aquila Capital und Uwe Mahrt, Geschäftsführer Pangaea Life, in einem exklusiven Beitrag für „Institutional Money“.

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3. In erwachenden und etablierten Märkten diversifizieren
In ganz Europa ist die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Dennoch befinden sich die einzelnen europäischen Teilmärkte in unterschiedlichen Reifegraden und Marktzyklen. Investoren sollten laut Rentsch und Mahrt nicht jedem Preis in ihrem etablierten Heimatmarkt folgen. Stattdessen kann es durchaus sinnvoll sein, sich frühzeitig in jüngeren Märkten zu engagieren, in denen noch größeres Renditepotenzial besteht.
 
Das trifft beispielsweise für Photovoltaik auf der Iberischen Halbinsel zu, die ihren Abstand zum deutschen Photovoltaik-Markt derzeit sehr dynamisch verkürzt. Gleichzeitig können auch sehr weit entwickelte Märkte wie Wasserkraft in Skandinavien recht auskömmliche Renditen erzielen, wenn ein Asset-Manager, der die Verhältnisse vor Ort genau kennt und beispielsweise Synergien hebt, indem er viele kleinere Anlagen zu einem rentablen Investment zusammenfasst. Eine hohe Detailkenntnis auch vermeintlich exotischer Teilmärkte erlaubt es, fern des Mainstreams dauerhaft auskömmliche und damit nachhaltige Renditen zu erzielen, denn Nachhaltigkeit kann ohne Rentabilität nicht funktionieren.
 
© Brown / stock.adobe.com

Die Zinsen und Renditen liquider Wertpapiere bewegen sich auf historischen Tiefständen. Je mehr ältere, noch relativ auskömmlich verzinste Anleihen auslaufen, desto stärker wird die Anlagestrategie institutioneller Investoren wie beispielsweise Versicherungen auf die Probe gestellt. „Seit einigen Jahren rücken deshalb verstärkt alternative Anlagen in den Fokus, beispielsweise Erneuerbare-Energien-Projekte und andere Infrastrukturinvestments. Hinzu kommt, dass erneuerbare Energien in doppelter Hinsicht sinnvoll sind: nachhaltig und rentabel. Ein gutes Gewissen und gute Erträge schließen sich nicht aus. Für viele Investoren ist dies inzwischen ein wichtiges Kriterium“, schreiben Dr. Dieter Rentsch (Bild links), Co-Founder Aquila Capital und Uwe Mahrt (Bild rechts), Geschäftsführer Pangaea Life, in einem exklusiven Beitrag für „Institutional Money“.

Renditen kommen unter Druck
Doch auch in diesem Bereich sei laut den beiden Experten eine Renditekompression zu beobachten. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen führen die wachsenden Anlagegelder, die in diese Assetklasse fließen, zu steigenden Preisen. Zum anderen fahren immer mehr Regierungen ihre staatlichen Förderregime wie beispielsweise garantierte Einspeisevergütungen oder direkte Subventionen zurück. Damit verändert sich der Rahmen für Investitionen in die Stromerzeugung aus Windenergie, Wasserkraft und Photovoltaik wesentlich. Früher sorgten die Förderkonzepte in Europa für auskömmliche und gut kalkulierbare Erträge und zudem für einen gewissen Renditepuffer, der auch manchen Fehler verzieh.

Inzwischen sind die Stromgestehungskosten für Windenergie und Photovoltaik so stark gesunken, dass immer häufiger Netzparität erreicht ist. Viele konventionelle Erzeugungsarten weisen mittlerweile höhere Gestehungskosten auf. Erneuerbare Energien sind somit wettbewerbsfähig, aber sie müssen sich nunmehr unter marktwirtschaftlichen Bedingungen behaupten und die Kapitalkosten ihrer Investoren subventionsfrei erwirtschaften.

Mit drei strategischen Ansätzen bleiben Erneuerbare Energien für institutionelle Investoren langfristig attraktiv. Welche das sind erfahren Sie im Detail in der obigen Bildergalerie. (aa)

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