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EDHEC-Studie warnt vor den Gefahren häufiger Faktorindex-Änderungen

Eine kürzlich veröffentlichte Studie mit dem Titel "Inconsistent Factor Indices: What are the Risks of Index Changes?" von ERI Scientific Beta und Scientific Analytics stellt die Risiken heraus, die mit Änderungen in der Zusammensetzung von Faktor-Indizes einhergehen.

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Professor Noël Amenc, CEO von ERI Scientific Beta, warnt davor, In-Sample Optimierungen vorzunehmen und so lange an der Konstruktion von Faktor-Indizes unter Aufgabe seiner Investmentgrundsätze herumzuschrauben, bis die Ergebnisse besser als die tatsächlichen aussähen. Enttäuschungen seien hier quasi vorprogrammiert.
© EDHEC

Eine neue wissenschaftliche Arbeit, die gemeinsam von Scientific Beta und Scientific Analytics vor kurzem vorgestellt wurde, widmet sich ausführlich den Gefahren, die mit zu häufigen Änderungen in der Index-Methodologie einhergehen. Dabei werden konkrete Beispiele aus der Praxis der Investmentindustrie vorgestellt und mögliche Implikationen solcher Inkonsistenzen wie etwa Änderungen in der Faktor-Definition, der Faktoren-Auswahl und den Prinzipien der Portfoliokonstruktion eingehend untersucht.

Zu oftes Herumschrauben an Faktorindizes ist kontraproduktiv
Das Papier zeigt auf, das methodologische Änderungen relativ oft vorgenommen werden und manchmal verschiedene Dimensionen von Faktor-Indizes gleichzeitig betreffen, woraus sich deutliche Unterschiede in den Performances von Multi-Faktor-Indizes ergeben können.  

Robustheit nicht vergessen!
Inkonsistenzen können sich vor allem aufgrund von Data Mining-Risiken ergeben, wenn es an Robustheit des Ansatzes und Verlässlichkeit der Performance mangelt. Illustriert werden Ergebnisse, die das Resultate der Praxis populärer Index-Anbieter wie FTSE Russell, MSCI und RAFI sind.

In-Sample-Optimierungen retten den Tag - und die Zukunft - nicht
Professor Noël Amenc, CEO von Scientific Beta, meinte anlässlich der Vorstellung der Studie, dass Indexprovider stringente Anforderungen in Bezug auf Indexänderungen formulieren können, um im Einklang mit ihren Investmentprinzipien zu bleiben. Sollten die Indexanbieter jedoch den Drang verspüren, von ihren Investmentgrundsätzen aus Gründen abzuweichen, die nicht durch seriöse Research-Ergebisse belegt sind, sondern In-Sample Back-Testing-Ansätzen folgen, dann besteht das Risiko, dass Index-Investoren von den Resultaten enttäuscht sein werden. Investment-Disziplin beizubehalten, indem man sich an die einmal aufgestellten langfristigen Investmentgrundsätze auch tatsächlich halte, sei das beste Mittel gegen negative Überraschungen bei Faktor-Indizes, so Amenc. (kb)

 

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