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EDHEC betont die Wichtigkeit des Sektor-Risikos bei Faktorinvestments

Das Sektor-Risiko beim Faktor-Investment ist neben dem Markt-Beta-Bias der Grund dafür, dass viele Faktor-Strategien in den letzten drei Jahren eine Underperformance ablieferten. Das findet eine aktuelle Studie des EDHEC Risk-Institute (ERI) heraus.

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Noël Amenc, Professor of Finance am EDHEC-Risk Institute und CEO von ERI Scientific Beta
© EDHEC

In der kürzlich publizierten Studie mit dem Titel "Managing Sector Risk in Factor Investing" konzentrieren sich die Kapitalmarktforscher von ERI Scientific Beta auf das implizite Sektor-Risiko, das smarten Faktor-Indizes innewohnt, und analysieren dessen Auswirkung auf die kurz- und langfristige risikoadjustierte Performance. 

Sektorneutralität hat ihre Meriten
Indem sie Standard-Faktor-Indizes mit ihren sektor-neutralen Pendants vergleichen, zeigen die Autoren Daniel Aguet, stellvertretender Research Direktor von ERI Scientific Beta, Noël Amenc, Professor of Finance am EDHEC-Risk Institute und CEO von ERI Scientific Beta, sowie Felix Goltz, Research Director bei ERI Scientific Beta und Head of Applied Research
beim EDHEC-Risk Institute, dass Sektorneutralität insofern wertschaffend ist, als sie den Tracking Error und die kurzfristige Underperformance zur marktkapitalisierungsgewichteten Benchmark verringert. Dies ist insofern interessant, als Sektor-Biases die Hauptursache für die Underperformance von Faktor-Startegien in den letzten Jahren darstellen. 

No Free Lunch
Nun ist es aber so, dass Sektor-Neutralität mit Kosten verbunden ist, und zwar in Form höherer Volatilität und geringerer Faktor-Intensität. Investoren, die die Vorteile des Faktor-Investing langfristig maximieren möchten, sollten sich daher ernsthaft die frage stellen, ob sie tatsächlich die kurzfristigen Ergebnisse durch Sektor-Neutralität schützen sollten, stellen die Autoren fest.

Ziele von Scientific Betas Smart Beta 2.0 Konzepts
Das Ziel des Konzepts und der darauf basierenden Indexfamilien ist es, den Investoren explizite Wahlmöglichkeiten an die Hand zu geben, sodass sie nicht nur entlang bestimmter Faktoren investieren könnnen, sondern auch verschiedene Optionen in Bezug auf  Risikokontrolle besitzen.

Fazit
Die Autoren ziehen den Schluss, dass die Wahlmöglichkeit zur Kontrolle des Sektor-Risikos einen Trade-Off zwischen der Risikoaversion von Investoren betreffend eine kurzfristige Underperformance infolge des eingegangenen Sektor-Risikos und ihrem Wunsch nach dem effizienten Ernten von Faktor-Risikoprämien, womit sie langfristig die höchste risikoadjustierte Performance generieren, darstellt. (kb)

 

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