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| Theorie
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"Do it Yourself"-Indizes bekommen aus guten Gründen Aufwind

Fondsgesellschaften basteln immer häufiger ihre Barometer selbst, zeigt eine Studie. Die Motive sind klar: So können einerseits Sonderwünsche der Anleger besser abgebildet und andererseits auch noch happige Lizenzgebühren eingespart werden.

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Investoren in Europa vertrauen ihr Geld zunehmend Fondsgesellschaften an, die maßgeschneiderte Lösungen bieten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des auf Investmentindustrie spezialisierten Analysehauses Cerulli Associates. Auf einen Aspekt legen sie dabei besonders wert. "Investoren bevorzugen zunehmend Asset Manager, die über selbst entwickelte Indizes einen günstigen Zugang zu neuen und speziellen Nischenmärkten oder -sektoren eröffnen", sagt Fabrizio Zumbo, Retail-Analyst bei Cerulli Associates.

Derzeit werde der Markt für Börsenbarometer von wenigen Anbietern dominiert, die ihre Preissetzungsmacht ausschöpfen würden, erläutert Zumbo. Diese Kosten würden von den Asset Managern in ihren Preismodellen einkalkuliert, was letztendlich in geringeren Renditen für die Investoren resultiere, fährt der Experte fort. "Obendrein verwenden die Indexanbieter zwar unterschiedliche Methoden bei der Konstruktion der Barometer, dennoch weisen diese letztlich eine hohe Korrelation zueinander auf."

Index-Dschungel
Angesichts des zunehmenden Konkurrenzkampfs und Preisdrucks wagen aber immer mehr Fondsgesellschaften, dieses Monopol anzugreifen. "Asset Manager entwickeln eigene Barometer, um flexiblere Produkte als über die Standard-Indizes zu bieten", erklärt André Schnurrenberger, Europageschäftsführer von Cerulli Associates. "Die hauseigenen Barometer lassen sich auf die speziellen Wünsche der Anleger maßschneidern. Vor allem aber bergen sie keine zusätzlichen Kosten von Dritten."

Zudem könnten die Fondsanbieter etwa über die Einbeziehung von nachhaltigen Kriterien bei der Indexkonstruktion die Wünsche der Anleger noch besser erfüllen.

Die wachsende Nachfrage nach passiven Produkten wie börsengehandelten Indexfonds (ETFs) spiegelt sich auch in der Zahl der Markt-Messlatten wieder. Diese kletterte deutlich. So berechneten die Mitglieder des Branchenverbands Index Industry Association (IIA) per Mitte November 2018 insgesamt 3,73 Millionen Indizes. Das ist ein Zuwachs von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders die Zahl der Bond-Barometer nahm stark zu. Die meisten Messlatten spiegeln aber Aktienmärkte wieder. (ert)

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