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Der Monat Oktober - durch die Saisonalitätsbrille betrachtet

Nervosität umfängt die Kapitalmärkte weltweit, wenn der Oktober ins Land zieht. Mit Hilfe der seasonax App lässt sich das Kalendermuster trefflich untersuchen. Ist der Oktober am Ende gar nicht so schrecklich, wie wir glauben?

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Dimitri Speck, Günder von  Seasonax und Chef-Analyst: "Der Oktober weist eine starke Tendenz dazu auf, negative Überraschungen am Aktienmarkt zu liefern - in Form von plötzlichen Crashes."
© interfoto

Investoren erinnern sich entweder persönlich, so sie schon länger im Geschäft sind, oder aufgrund von Erzählungen daran, dass der verdammte zehnte Kalendermonat im Jahresverlauf schon so manchen scharfen Kursverfall an den Aktienmärkten mit sich brachte und die Rendite eines ganzen Jahres an einem einzigen Handelstag auslöschte. 

Blickt man zurück, liefert der Oktober eigentlich ganz passable Performance-Werte, wenn man die Ausreißer nach unten von 1987 und 2008 außen vor lässt. Aber was nutzt es dem Investor, wenn sich der Markt mehrere Male im Oktober anständig verhält, aber frühere Gewinne von einem Ein-Tages-Verlust aufgefressen werden?

Hohe, unregelmäßige Verluste
Die Saisonalitätsanalyse wird zeigen, ob man sich im Oktober risikoavers verhalten soll oder nicht. Tatsächlich tendieren die größten Crashes dazu, in der jüngeren Vergangenheit ausgrechnet im Oktober zu geschehen. Der folgende Chart visualisiert, dass von den 20 größten Ein-Tages-Verlusten im Dow Jones Industrial Average (DJIA) immerhin neun auf den Monat Oktober entfallen. Sie sind rot markiert.

Häufung großer Tagesverluste im Monat Oktober

Quelle: “Sizzlers and Fizzlers” 

Oktober ist gar nicht einmal so schlecht
9 von 20 ist tatsächlich eine ungewöhnliche Häufung. Umgekehrt scheint das erste Halbjahr der sicherere Ort zu sein. Hier finden sich nur 2 von 20 großen Tagesverlusten. Trotzdem ist der Oktober nicht der schlechteste Monat. Das zeigt die Saisonalitätsanalyse des DJIA über 29 Jahre.

Im Schnitt entwickelt sich der Oktober über die Jahrzehnte seitwärts

Quelle: app.seasonax.com

Statistisch gesehen, ist der schwächste Kalendermonat der September - und nicht der Oktober, wie man befürchten konnte. Hier tritt der Markt im Schnitt fast auf der Stelle. Auf Nettobasis ist sogar ein kleiner Gewinn im Durchschnitt für den Monat Oktober zu erwarten, wenngleich dieser im Vergleich zu anderen Monaten unterdurchschnittlich ausfällt. 

Saisonalitäts-Play mit Hilfe der Web Application
Anstelle Zugang via Thomson Reuters oder Bloomberg zu haben, kann die seasonax App mit dem Browser via app.seasonax.com geöffnet und der freie Content eingesehen werden. Somit lassen sich extreme saisonale Risiken durch das Vermeiden oder Reduzieren bestimmter Exposures ausschießen beziehungsweise verringern. (kb)

 

 

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