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Demografie: Wie man strategisch mit dem Phänomen umgeht

Die Gesellschaftsalterung ist nicht allein schuld daran, dass unser Pensionssystem aus allen Nähten platzt. Das sagt die Wiener Mathematikerin Alexia Fürnkranz-Prskawetz. Die Expertin der TU Wien hat sich angesehen, wie Demografie und Vermögensverteilung zusammenhängen.

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Klicken Sie durch die Grafikstrecke und sehen Sie, wie es in Österreich um Demografie und Vermögen bestellt ist.
© HaDeVau / stock.adobe.com

Manch ein Ökonom zeichnet Untergangsszenarien, wenn es um das Pensionssystem geht. Die Politik wiederum behandelt das Thema wie ein heißes Eisen und greift zum Beispiel die Anhebung des Pensionsalters wieder einmal nicht an. Die Redaktion hat analysiert, welche Leistungen wir von der Politik erwarten sollen, was wir als Anleger selber machen müssen und welche Konsequenzen man daraus in der Versicherungsbranche ziehen kann.

Alterung trägt nicht allein die Schuld
Aufschlussreich für die Debatte ist die Arbeit der Mathematikerin und Demografiespezialistin Alexia Fürnkranz-Prskawetz von der TU Wien. Die Daten, die sie gemeinsam mit Kollegen im Rahmen des EU-Projekts AGENTA erhoben hat, zeigen zum Beispiel, wie fragwürdig es wäre, allein das Pensionsalter zu erhöhen. Denn im internationalen Vergleich fällt auf, dass der Staat es zuerst einmal verabsäumt hat, das Potenzial der arbeitsfähigen Bevölkerung auszuschöpfen: In Österreich, so Fürnkranz-Prskawetz, seien zu viele Menschen schlicht aus strukturellen Gründen nicht auf dem Arbeitsmarkt (die erste Grafik in der Klickstrecke zeigt das ganz deutlich).

Außerdem müsse es der Staat ermöglichen, während des Arbeitslebens mehr Vermögen anzulegen, damit man in den späteren abhängigen Phasen daraus regelmäßige Vermögenseinkommen hat beziehungsweise Ersparnisse, um die Bedürfnisse im Alter zu finanzieren. Die so genannte "Rushour des Lebens", die intensive Phase, in der man Karriere, Familie, Hausbau und Vermögensaufbau unterbringen muss, gehört entlastet, so Fürnkranz-Prskawetz.

Sie weist aber noch auf einen wichtigen Aspekt hin: "Wir müssen bei diesem Thema vom Pessimismus wegkommen, länger leben ist etwas Positives, aber man muss die Chancen auch nutzen", sagt sie. 

Eine genauere grafische Aufbereitung des Mega-Themas "Demografie" finden Sie in der Bildgalerie oben. (eml)

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