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Dag Rodewald, UBS: Nachhaltige Investments sind mehr als nur ein Trend

Der UBS-Experte erläutert, wie Investitionen in internationale Entwicklungsbanken gesellschaftlichen Nutzen fördern und gleichzeitig eine ebenso attraktive wie stabile Rendite erwirtschaften können.

Dag Rodewald, Head Passive & ETF Specialist Sales Deutschland & Österreich
Dag Rodewald, Head Passive & ETF Specialist Sales Deutschland & Österreich bei UBS ETF
© Axel Gaube / Institutional Money

Sozialverantwortliches Investieren, ESG, Sustainable oder Impact Investing – das Angebot an nachhaltiger Geldanlage ist mittlerweile reichhaltig und wird immer diverser. Viele Experten glauben, dass insbesondere Impact Investing eine besonders große Zukunft hat. Mittlerweile bieten sich auf diesem Gebiet auch passiven Anlegern interessante Möglichkeiten.

Dag Rodewald, Head Passive & ETF Specialist Sales Deutschland & Österreich bei UBS ETF, erklärt in einem exklusiven Beitrag für „Institutional Money“, wie Investoren ansprechende Renditen und dabei gesellschaftliche positive Effekte erzielen können. (aa)


„Nachhaltige Investments sind mehr als nur ein Trend. Dass eine Anlage ESG-Kriterien berücksichtigt, wird für Anleger zunehmend wichtiger. Die englische Abkürzung für „Environment, Social, Governance“, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, soll ausdrücken, ob und wie bei Entscheidungen von Unternehmen ökologische und sozial-gesellschaftliche Aspekte sowie die Art der Unternehmensführung beachtet werden. Dieses Prinzip steht besonders bei Investmentprofis hoch im Kurs. Nach einer Umfrage unter institutionellen Investoren aus dem Jahr 2017 betrachten 80 Prozent die ESG-Kriterien als Hauptbestandteil ihrer Anlagestrategie. 69 Prozent gaben an, dass solche nachhaltige Investments die Rendite verbessern. 68 Prozent waren überzeugt, dass sich mit der Integration der Kriterien die Volatilität reduziert.

In Projekte mit gesellschaftlichem Nutzen investieren
Ein gerade für institutionelle Investoren interessanter Teilbereich des nachhaltigen Investierens sind Anleihen von internationalen Entwicklungsbanken. Solche Institute, wie die Weltbank oder die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, haben die Aufgabe, Finanzmittel für Entwicklungsländer zur Verfügung zu stellen, um dort gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt zu ermöglichen. Besondere Schwerpunkte bilden dabei beispielsweise Projekte, die die Infrastruktur fördern oder zum Erhalt der Umwelt beitragen. Die Anleihen der Entwicklungsbanken ermöglichen es Anlegern also, Projekte zu unterstützen, die gesellschaftlichen Nutzen bringen.

Damit sind Investitionen in solche Anleihen sehr nah am Prinzip des sogenannten und bereits etablieren „Impact Investing“, zu deutsch: wirkungsorientiertes Investieren. Dabei werden Mittel und Ressourcen vollständig im Sinne von Mensch und Natur eingesetzt und dort investiert, wo Kapital am meisten erreichen kann. Immer mehr Fonds und ETFs greifen dieses Konzept auf. Gemäß der „Annual Impact Investor Survey 2018“ des Global Impact Investing Networks (GIIN) hatten die internationalen Befragten – hauptsächlich Fondsgesellschaften und Stiftungen – im Jahr 2017 mehr als 228 Milliarden US-Dollar angelegt, mit durchschnittlichen jährlichen Zuwachsraten des verwalteten Vermögens von 13 Prozent über die vergangenen fünf Jahre. Das GIIN ist ein internationaler Zusammenschluss von Assetmanagern, Fondsgesellschaften, Stiftungen, Banken und öffentlichen Organisationen.

Liquide und nachhaltig
Was die Anleihen multilateraler Entwicklungsbanken vom klassischen Impact Investing unterscheidet: Eine Investition fördert nicht nur einen gesellschaftlichen und ökologischen Nutzen, die Anleihen weisen zudem erstklassige Ratings von mindestens AA- (S&P) beziehungsweise Aa3 (Moody’s) auf. Das zeigt die Bonität der entsprechenden Entwicklungsbanken und macht sie als Investition insbesondere für institutionelle Investoren attraktiv – sowohl als Einzelinvestment, mehr noch aber als gebündelte Anlage mittels eines ETFs.

Der Solactive UBS Global Multilateral Development Bank Bond Index beispielsweise vereint die Anleihen mehrerer Emittenten, darunter unter anderem die Weltbank, die Asiatische oder die Afrikanische Entwicklungsbank. Er spiegelt die Wertentwicklung der auf US-Dollar lautenden Anleihen wider, die von berechtigten multilateralen Entwicklungsbanken (MDB) ausgegeben werden, die zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung geschaffen wurden. Damit eine Anleihe in den Index aufgenommen werden kann, muss ihr Emissionsbetrag mindestens 500 Millionen US-Dollar und die Restlaufzeit mindestens zwölf Monate betragen. Investoren können entsprechend nicht nur von den guten Ratings, sondern auch von der hohen Liquidität der Titel profitieren.

Ein weiterer interessanter Aspekt: In den vergangenen Jahren haben die Anleihen höhere Renditen als US-Staatsanleihen erzielt. Zwar ist dies keine Garantie für die künftige Entwicklung. Dennoch können institutionelle Anleger die hohe Bonität und Liquidität der supranationalen Emittenten nutzen, von ihnen profitieren – und gesellschaftlichen Wandel vorantreiben.“

Veranstaltungshinweis: 
UBS Asset Management hält am 12. Institutional Money Kongress, der von 26. bis 27. Februar 2019 im Frankfurter Congress Center stattfindet, einen Workshop zum Thema Infrastruktur und ein Gruppengespräch über Nachhaltiges Investieren. Mehr Informationen dazu nachfolgend. Eine Kongress-Anmeldung ist u.a. HIER möglich

 

 

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