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Colliers-Studie: Wie sieht es aktuell mit den Büro-Leerständen aus?

Eine Studie des Maklers Colliers International zeigt, welche deutsche Städte die höchsten Büro-Leerstände aufweisen. Institutionelle Immobilieninvestoren sollten dies - auch wenn noch keine alarmierenden Leerstandszahlen erreicht werden - bei ihren Allokationsentscheidungen im Hinterkopf behalten.

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© Christian Hillebrand / stock.adobe.com

Frankfurt hat derzeit unter den sieben wichtigsten deutschen Großstädten den höchsten Büro-Leerstand. Das geht aus einer Studie des Maklers Colliers International hervor. Das liegt unter anderem an den Banken, die besonders stark in der Mainmetropole vertreten sind, hält Bloomberg fest.

Die Leerstandsquote auf dem Frankfurter Bürovermietungsmarkt liegt demnach bei 8,8 Prozent. Am geringsten ist die Rate in Berlin mit 3,1 Prozent. Auch in München, Hamburg, Düsseldorf, Köln und Stuttgart sind weniger Büros unvermietet als in Frankfurt.

Für das Überangebot am Main gibt es laut Colliers vor allem zwei Gründe. “In Frankfurt kommen derzeit eine Reihe großer Büro-Projekte auf den Markt, die in einer Zeit geplant wurden, als niemand mit der Pandemie gerechnet hat”, sagte Stephan Bräuning, Head of Office Letting Germany bei Colliers, im Interview mit Bloomberg. Doch zuletzt sei die Nachfrage geringer gewesen, sagt Bräuning mit Verweis auf nachfolgende Grafik:

Untervermietung liegt im Trend
Darüber hinaus gäbe es Untervermietungen im größeren Umfang. “Auch Banken und andere Finanzdienstleister haben gerade in Frankfurt viele Flächen zur Untermiete auf den Markt gegeben, die sie aktuell nicht brauchen”, sagte Bräuning. Sie seien teils zu optimistisch bei Expansionsplänen gewesen. “Und natürlich spielt auch die stärkere Nutzung des Homeoffice eine Rolle.”

Zahlreiche Banken, darunter DekaBank und Helaba, haben signalisiert, dass sie selbst nach der Pandemie an einer höheren Homeoffice-Nutzung festhalten werden. Die Deutsche Bank will Büros in Eschborn und Sossenheim aufgeben. Sie begründete dies mit dem Wunsch der Mitarbeiter nach langfristigen mobilen Arbeitsmodellen und der Notwendigkeit, Flächen effizienter zu nutzen.

Savills-Studie untermauert Trend
Der Makler Savills kommt in einer am Freitag veröffentlichten Studie zu ähnlichen Ergebnissen wie Colliers, auch wenn sich die Zahlen leicht unterscheiden. “Aufgrund selektiver Flächenreduzierungen” sei die Leerstandsquote in Frankfurt deutlich auf 7,5 Prozent gestiegen, hieß es. Grundsätzlich betrachtet würde die Finanzbranche “die Implementierung von neuen Arbeitswelten umsetzen und anschließend die dadurch entstandenen Flächenüberschüsse reduzieren”.

In den Jahren 2018 und 2019 hatte der Büro-Leerstand in Frankfurt den Colliers-Daten zufolge bei unter sieben Prozent gelegen. Rund ein Jahrzehnt davor bewegte sich die Rate noch nahe 18 Prozent.

Der aktuelle Wert ist für Bräuning allerdings auch nicht dramatisch: “Büro-Leerstände zwischen fünf und zehn Prozent sind ein gutes Markt-Gleichgewicht, bei dem sowohl Vermieter als auch Mieter Verhandlungsspielraum haben.”

Laut Colliers dürfte der Büro-Leerstand in Frankfurt noch bis 2024 weiter auf dann etwa zehn Prozent ansteigen. Erst danach sei mit einer Trendumkehr zu rechnen. (aa)

 

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