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Christmas Crash oder Weihnachtsrallye? Was die Saisonalität dazu sagt

Stehen wir auch dieses Jahr am Beginn einer Weihnachtsrallye oder ist es dafür schon zu spät? Seasonax-Gründer und Head Analyst of Seasonal Insights, Dimitri Speck, befasst sich mit diesem saisonalen Muster anhand des DJIA-Index, da dieser einen sehr langen Track Record aufweist.

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"Lassen Sie die Wahrscheinlichkeiten, mit denen bestimmte saisonale Muster auftreten, für sich arbeiten", sagt Saesonax-Gründer und Handelssystem-Entwickler Dimitri Speck.
© interfoto

Das deutsch-österreichische Fintech saesonax, hat sich ganz der Identifikation von saisonalen Mustern über alle Assetklassen und Zeithorizonte verschrieben und dazu eine eigene über Bloomberg (APPS SEASON) beziehungsweise Thomson Reuters abonnierbare App entwickelt. Online gibt es einen Zugang über www.app.seasonax.com. Zudem berät man mit dem Seasonax Market Neutral Fund einen UCITS-Fonds, der entlang der Saisonalitäts-Signale auf marktneutrale Weise investiert. 

Saisonalitätsmuster des Dow Jones Industrial Average über 119 Jahre
Der folgende Chart indexiert den DJIA-Index-Stand jedes Jahr zum Jahresbeginn auf 100. Dabei zeigt sich, dass die Santa Claus-Rallye, statistisch betrachtet, Mitte Dezember einsetzt.

Quelle: Seasonax

Überproportional große Kursgewinne im Schnitt ab 17. Dezember
Diese zeigt der blau markierte Teil des Charts an, sie reichen im Übrigen bis zum 6. Januar des Folgejahres. Die Durchschnittsrendite in diesem Zeitfenster von 20 Tagen liegt bei 2,08 Prozent. Annualisiert man diesen Wert, dann entspräche dies einem positiven Weihnachtsrallye-Effekt von 45,52 Prozent. Im Vergleich dazu erzielt der DJIA im Rest des Jahres eine Performance von bloß 3,21 Prozent im Schnitt. 

Gründe für die Weihnachtsrallye
Da ist einmal das Window Dressing der Investmentfonds zu nennen, denn diese wollen zum Jahresende zeigen, dass sie in den Gewinner-Aktien investiert sind. Ein durchaus angenehmer Nebeneffekt ist, dass Bonuszahlungen des Fondsmanagements oft an die Kalenderjahr-Performance gebunden sind und zur Jahreswende ausgezahlt werden. Auch psychologische Gründe spielen wahrscheinlich eine Rolle, kann doch die Ferienstimmung und der starke Kaufwille zur Weihnachtszeit Spill-over-Effekte im Hinblick auf Aktienkäufe auslösen. 

Es geht nicht immer nur bergauf zu Weihnachten
Zu diesem Zweck betrachtet Speck die einzelnen Ergebnisse der Weihnachtszeit in den letzten 119 Jahren und deren Streuung. Der folgende Chart zeigt, dass es in den meisten Jahren, aber doch nicht immer, zu einer Weihnachtsrallye (grün markiert) zwischen 17. Dezember und 7. Januar des Folgejahres kommt.

Quelle: Seasonax

In zirka vier von fünf Jahren gibt es die Rallye
Tatsächlich fand eine Santa Claus Rallye in 94 von 118 Jahren statt, und nur in 24 Jahren ging es in besagtem Zeitfenster mit den US-Kursen südwärts. 

Werden Trump und Xi die Weihnachtsrallye verhindern?
Auszuschließen ist das nicht; schließlich gibt es auch in einem von fünf Jahren Kursrücksetzer zur Weihnachtszeit. Die Wahrscheinlichkeit spricht aber für erstarkende Kurse um die Weihnachtsfeiertage. Selbst wenn die Rallye heuer nicht stattfindet, sollte man sich nicht davon abbringen lassen, Saisonalitätsphänomene zu studieren. So gibt es etwa auch andere Assets wie bestimmte Währungen, die einem Saisonalitätsmuster um die Jahreswende folgen. (kb)

 

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