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Boutiquen schlagen größere Asset Manager bemerkenswert stetig

Während der durchschnittliche aktive Manager hinter seiner Benchmark zurückbleibt, gelingt es Asset Management-Boutiquen, ziemlich einheitlich vor ihren Vergleichsmaßstäben zu liegen. Das stellt eine AMG-Studie mit dem Titel "The Boutique Premium" fest.

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AMG hat genau hingesehen, ob Boutiquen wirklich liefern. 
© ilkercelik / Fotolia

Investoren, die daruaf aus sind, den Markt durch aktives Management zu schlagen, sollten Investment-Boutiquen anwerben, sagt die neue Studie der Affiliated Managers Group (AMG). Vermögensverwalter mit Assets under Management von weniger als 100 Milliarden US-Dollar - das stellt zweifellos eine großzügige Auslegung des Boutiquen-Begriffs dar -  haben im Schnitt über die letzten 20 Jahre 62 Basispunkte pro Jahr mehr Ertrag als ihre größeren Peers erwirtschaftet, sagt das Paper. Ebenso hätten Boutiquen ihre relevanten Indizes um 135 Basispunkte pro Jahr outperformt.

Ein Sechstel mehr Ertrag mit den Kleinen
Über zwei Dekaden - konkret von 31.3.1998 bis zum 31.3.2018 - bedeutet das nicht mehr und nicht weniger, als dass Boutiquen um kumuliert 16 Prozent stärker als mega-große Manager das Vermögen ihrer Klientele gesteigert hätten. Dabei gebe es eine bemerkenswerte Konsistenz der Boutiquen-Outperformance, merkte Hugh Cutler, oberster Vertriebschef von AMG, in einem Interview mit dem "Institutional Investor" an.

Outperformance von Boutiquen versus Nicht-Boutiquen über elf Sub-Assetklassen

AMG macht wohl alles richtig
Die Affiliated Managers Group investoert selbst seit Jahren in Boutiquen. Für besagte Studie analysierte man 1.300 globale Investment Manager und 5.000 institutionelle Aktien-Strategien. Ebenfalls untersucht wurden elf Produktkategorien, wobei auf  den Survivirship-Bias geachtet wurde, indem auch Strategien miteinbezogen wurden, die von Asset Managern nicht länger angeboten werden.  

Boutiquendefinition
AMG stellte bei der Abgrenzung zu anderen Asset Managern auf den Anteil der Geschäftsführung am Grundkapital der jeweiligen Gesellschaft ab. Dabei wurde die maßgebliche Schwelle bei zehn Prozent angesetzt, aber der man einem Haus Boutiquen-Charakter zubilligen kann. Alles darunter lässt darauf schließen, dass die Top-Angestellten nur Aktien im Rahmen ihrer Remuneration erhalten haben. Unetrsucht wurden nur Firmen, deren ausschließlicher Zweck die Erbringung von Asset Management-Dienstleistungen ist, und diese durften auch nicht Teil einer größeren Organisation wie einer Bank oder Versicherung sein. Auch Dachfondsmanager oder solche, die faktor-basierte Produkte anbieten, bleiben außen vor. 

Wie die obige Grafik zeigt, schlugen sich Boutiquen-Manager bei US-Small Cap Value-Aktien am besten, indem sie Nicht-Boutiquen um 1,62 Prozent jährlich schlugen, gefolgt von Schwellenländer-Aktien, wo sie um 1,08 Prozent p.a. das bessere Ende für sich hatten. AMGs Studie belegt auch, dass Top-Quartile- respetive Top-Dezil-Boutiquen Nicht-Boutiquen um 2,76 beziehungsweise 1,71 Prozent outperformten. Die nachstehende Grafik befasst sich mit der Outperformance je Strategie und der Streuung des Mehrertages.

Boutiquen jenseits des Performance-Durchschnitts bringen's wirklich

Wie stabil ist die Outperformance von Boutiquen in den Folgejahren?
Wenn Investoren Asset Manager evaluieren, achten sie neben anderemm auf Nachhaltigkeit bei der (Out)-Performance. AMG konnte feststellen, dass Boutiquen-Manager ihre entsprechenden Benchmarks im Schnitt in 54 Prozent der Jahre, die auf ein Outperformance-Jahr folgten, wiederum schlugen. Das zeigt die folgende Grafik.

Outperformance-Persistenz der Investment-Boutiquen

(kb)

 

 

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