Blockchain-Technologie und Tokenisierung: Das planen Großanleger!
Eine Umfrage unter mehr als 300 Asset Ownern und Asset Managern von State Street zeigt, inwieweit Blockchain-Technologien und Tokenisierung in der Praxis mittlerweile genutzt werden beziehungsweise welche diesbezüglichen Pläne für die Zukunft bestehen

Die Digitalisierung aus Basis von Krypto-Technologie gewinnt bei Profianlegern von Jahr zu Jahr an Bedeutung: Laut dem Digital Assets Outlook 2025, einer aktuellen Studie des Vermögensverwalters State Street, setzen institutionelle Investoren und Fondsgesellschaften zunehmend auf die Blockchain-Technologie und die Tokenisierung von Vermögensanlagen. Die Studie basiert auf einer weltweiten Umfrage unter 324 Führungskräften von Vermögensverwaltern und Vermögenseigentümern und zielt darauf ab, die Stimmung, Strategie und operative Voraussetzungen in verschiedenen Regionen und Institutionen unterschiedlicher Größe zu erfassen.
Strategischer Hebel
Dem Bericht zufolge sei die Beschleunigung bei der Akzeptanz neuer Technologien bemerkenswert. „Institutionelle Anleger gehen über das Experimentieren hinaus und digitale Vermögenswerte stellen mittlerweile einen strategischen Hebel für Wachstum, Effizienz und Innovation dar“, sagt dazu Jörg Ambrosius, President of Investment Services bei State Street. „Mit der Konvergenz von Tokenization, KI und Quantum Computing sind Early Adopters führend bei der Gestaltung der Zukunft des Finanzwesens.“
Steigende Bedeutung
Die Tokenisierung privater Märkte ist laut Studie dabei der erste Schritt: Bis 2030 erwarte eine Mehrheit der Befragten, dass 10-24 Prozent der institutionellen Investitionen über tokenisierte Instrumente getätigt werden. Dies spiegle auch die strategische Ausrichtung der institutionellen Anleger auf die Erschließung von Liquidität und Effizienz in traditionell illiquiden Märkten wider.
Zudem planten nahezu 60 Prozent der befragten institutionellen Investoren, ihr Engagement in diesen Bereichen im kommenden Jahr zu erhöhen. Innerhalb von drei Jahren erwarteten die Experten sogar eine Verdoppelung des durchschnittlichen Engagements. Diese Dynamik unterstreiche das wachsende Vertrauen in digitale Vermögenswerte als langfristige Anlagestrategie.
Dies führe auch bei den Investmenthäusern zu Veränderungen. 40 Prozent der institutionellen Anleger verfügten demnach bereits über spezielle Teams oder eine Geschäftseinheit für digitale Vermögenswerte und fast ein Drittel gibt an, dass digitale Operationen (z. B. Blockchain) integraler Bestandteil der umfassenderen digitalen Transformationsstrategie ihres Unternehmens seien.
Neuausrichtung
„Wir beobachten, dass Kunden ihre Betriebsmodelle im Hinblick auf digitale Vermögenswerte neu ausrichten“, ergänzt Donna Milrod, Chief Product Officer bei State Street. „Viele bauen spezielle Teams auf, und fast jeder Fünfte plant, diesem Beispiel zu folgen. Von tokenisierten Anleihen und Aktien bis hin zu On-Chain-Wrappern, digitalen Währungen der Zentralbanken, Stablecoins und tokenisiertem Bargeld ist der Wandel nicht nur technischer, sondern auch strategischer Natur.“ (aa)

