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Bekanntes Fintech teilt Branchendaten mit der Wissenschaft

Objectway wird Partner des Competence Center for Future Financial Services am Business Engineering Institute St. Gallen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Forschung und Praxis im Finanzsektor enger miteinander zu verzahnen – insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz im Kerngeschäft von Banken.

Karl im Brahm, CEO der DACH-Region bei Objectway
Karl im Brahm, CEO der DACH-Region bei Objectway© Objectway

Objectway ist neuer Partner des Competence Center for Future Financial Services des Business Engineering Institute (BEI) St. Gallen. Das Competence Center kooperiert mit den Lehrstühlen für Wirtschaftsinformatik der Universitäten St. Gallen und Leipzig und stimmt seine Forschungsaktivitäten mit diesen ab. Das BEI fördert gemeinsam mit seinen Partnern – darunter Banken und IT-Dienstleister aus dem deutschsprachigen Raum – die kollaborative Entwicklung von Lösungen. Ziel ist es, aus der Forschung heraus praxisnahe Erkenntnisse zu gewinnen und gemeinsam Lösungen für aktuelle und zukünftige technologische Herausforderungen im Finanzsektor zu entwickeln. Darüber informiert Objectway per Aussendung.

Informationslücke wird gefüllt
„Gerade im Bereich der Künstlichen Intelligenz im Core Banking mangelt es oft an konkreten Beispielen und transparenten Daten“, erklärt Karl im Brahm, CEO der DACH-Region bei Objectway. „Deshalb möchten wir das BEI St. Gallen mit realen Use Cases und praxisorientiertem Feedback unterstützen. Genau diesen Wissenstransfer zwischen Praxis und Wissenschaft fördert das BEI St. Gallen seit über 20 Jahren sehr erfolgreich.“

Das BEI St. Gallen hat Vermögensverwalter und Privatbanken bei der Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle und der Einführung neuer Technologien wie KI, Plattformlösungen, Cloud oder Distributed-Ledger-Technologie (DLT) unterstützt – kurzum: technologiegestützte Geschäftsmodelle für die digitale Transformation.

Win-Win-Situation
Im Brahm kennt die Hürden, mit denen Banken konfrontiert sind, und weiß, wo es an Ressourcen fehlt, um skalierbare, modulare Lösungen zu entwickeln. „Der Austausch funktioniert in beide Richtungen: Wir erhalten wissenschaftliche Impulse, während das BEI im Gegenzug Zugang zu praktischen Anforderungen und Herausforderungen der Finanzinstitute gewinnt“, betont er.

Die Zusammenarbeit folgt dem Ecosystem-Ansatz von Objectway, der auf enge Kooperationen zwischen Finanzsektor, Technologie und Wissenschaft setzt. Die gezielte Einbindung junger Forscher soll zusätzliche Impulse liefern: „Sie bringen digitale Affinität mit, neue Perspektiven – und haben oft noch nicht in der Branche gearbeitet, was unvoreingenommene, frische Ideen ermöglicht“, so der Experte im Brahm.

KI im Kernbankengeschäft: Potentiale bislang kaum ausgeschöpft
Der Fokus der Zusammenarbeit liegt auf Aktivitäten in den Bereichen kontextuelles Banking, Wertschöpfung aus Daten, zukunftsfähige IT-Bankenarchitektur sowie Trend Impact Radar.

Objectway bringt sich mit Vorträgen in Workshops des Competence Center ein und nimmt an verschiedenen Expertengruppen teil. Dabei wird unter anderem untersucht, wie KI im Core-Banking-System eingesetzt werden kann – über die gängigen Anwendungen im Front Office hinaus. Diese Systeme basieren häufig noch auf veralteter IT. „Hier wollen wir aufzeigen, dass Technologie helfen kann, Abläufe zu automatisieren, Systeme agiler zu machen und datengetriebene Entscheidungen zu fördern – sodass diese Systeme Innovation ermöglichen, statt sie zu bremsen“, sagt im Brahm.

„Wir freuen uns sehr, Objectway als Mitglied im Competence Center begrüßen zu dürfen. Das Unternehmen bringt wertvolle Expertise mit“, kommentiert Dr. Stefanie Auge-Dickhut, Leiterin des Competence Center for Future Financial Services am BEI.

Ecosystem-Ansatz: Dialog als Innovationstreiber
Objectway verfolgt seit Langem einen Ecosystem-Ansatz, der auf enger Zusammenarbeit mit Banken basiert. Die neue Partnerschaft mit dem BEI St. Gallen soll die wissenschaftliche Dimension dieses Ansatzes stärken. „Nachhaltige Innovation kann nur durch strukturierten Austausch und Wissenstransfer zwischen Finanzdienstleistungsbranche, Wissenschaft und Forschung, Technologie und Aufsichtsbehörden entstehen“, betont im Brahm.

Er verweist auf die Expertise des vom BEI St. Gallen geführten Competence Center: „Wir schätzen die wissenschaftliche Exzellenz und Praxisnähe des Competence Center sehr, das sich im internationalen Forschungsumfeld als Vordenker für digitale Finanzdienstleistungen etabliert hat.“

Laut dem CEO ist das Interesse von Banken an einer Mitwirkung in der gemeinsamen Lösungsentwicklung bereits hoch. Diese Partnerschaft bietet eine Schlüsselchance, Forschung und industrielle Best Practices enger zu verzahnen und so die Digitalisierung im Finanzsektor mit innovativen Lösungen nachhaltig voranzutreiben. (aa)

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