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Amundi-Studie: Rechnet sich ESG-Investing?

Eine Studie von Amundi-Research geht der Frage nach, ob Investoren über einen Nachhaltigkeitsansatz für die eingegangene Risiken auch mit Überrenditen belohnt werden. Investoren sollten jedenfalls die „atlantische Kluft“ in ihre Überlegungen einbeziehen.

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Das ESG-Investing wird komplexer
Die Analyse hat zudem ergeben, dass ESG heute über die Auswahl und den Ausschluss von Best- und Worst-in-Class-Titel hinausgeht. So wird die stärker werdende Beziehung zwischen ESG-Ranking und Performance manchmal auch durch die Entwicklung so genannter Second-to-Worst-in-Class-Aktien beeinflusst (Erklärung siehe unten). 

Die „abnormale“ Performance dieser Aktien sei laut Amundi Research auf den Trend zukunftsgerichteter Strategien zurückzuführen. Bei diesen investieren Anleger nicht in Titel mit bereits guten ESG-Scores, sondern zukunftsgerichtet in Unternehmen, bei denen sich eine ESG-Verbesserung abzeichnet.

Das Aufkommen von ESG-Momentum-Strategien und der stärkere Fokus auf eine dynamische Beurteilung von ESG-Ratings seien positiv zu bewerten, da dies der Komplexität des ESG-Investings besser gerecht wird.

Es zeichne sich ab, dass nachhaltig anlegende Investoren die zugrundeliegenden Themen besser durchdringen und die Schwarz-Weiss-Sicht auf Unternehmen in den Hintergrund rückt.
 
Erklärung von „Second-to-Worst-in-Class“: Die Analyse ordnet die Aktien nach ihrem ESG-Score fünf Quintilen zu, wobei das fünfte Quartil die 20 Prozent der Titel mit dem schlechtesten ESG-Score umfasst. Second-to-Worst-in-Class-Titel befinden sind entsprechend im vierten Quintil.

 
© fotovika / stock.adobe.com

Institutionelle Investoren, die auf ESG-Strategien setzen, sollten genauer hinsehen, was sie kaufen zbw. vor allem, in welcher Region angelegt wird. Denn gerade bei ESG-Investments gibt es Faktoren, die die Performance beeinflussen. Ein Beispiel dafür ist die „transatlantische Kluft“, wie eine Studie von Amundi-Research zeigt.

Im Fokus der Amundi-Analyse steht die Frage, inwieweit ESG-Kriterien zwischen von Anfang 2018 und Mitte 2019 Einfluss auf die Portfolio-Performance haben. Die Untersuchung basiert auf quantitativen Daten von Januar 2018 bis Juni 2019 sowie ESG-Kennzahlen des Amundi ESG Researchs. Für jedes Unternehmen wurden der ESG-Gesamtscore sowie Ratings für die Kategorien Umwelt, Soziales und Governance von den Amundi-ESG-Analysten auf Basis von Bewertungssystemen von vier externen Anbietern ermittelt. Die Amundi-ESG-Analysten haben die Bewertungen jeweils final überprüft.

Amundi hat darüber hinaus die Wertentwicklung von 1700 Unternehmen aus fünf Anlageuniversen analysiert, die in den Indizes MSCI Nordamerika, MSCI EWU, MSCI Europa-ex EWU, MSCI Japan und MSCI World enthalten sind.

Die Studie ist eine Aktualisierung der 2019 veröffentlichten ersten Untersuchung zu diesem Thema. Die aktuelle Untersuchung bestätigt die Ergebnisse der ersten Studie. Diese hat ergeben, dass ESG-Kriterien zwischen 2010 und 2013 eine schwächere und ab 2014 eine stärkere Wertentwicklung zur Folge hat. Darüber hinaus ließen sich für den neuen Untersuchungszeitraum folgende neue Trends erkennen, die Sie obiger Bildergalerie entnehmen können. (aa)

 


Nachhaltigkeit ist eines der vielen Themen am 13. Institutional Money Kongresses (25. bis 26. März 2020 im Wiesbadener Congress Center). Amundi zählt zu den Sponsoren dieser jährlichen Pflichtveranstaltung für institutionelle Investoren. Amundis Timothée Jaulin hält einen Workshop zum Thema Green Bonds. Interessiert? Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.

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