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AGI-Dividendenstudie: 350 Milliarden, 41 Prozent Performancebeitrag

Investoren können laut einer Studie der Allianz-Fondstochter dieses Jahr Dividenden-Ausschüttungen europäischer Großunternehmen in Höhe von 350 Milliarden Euro erwarten. Dieser Zahlungsstrom peppt die Gesamtrendite entscheidend auf.

Hans-Jörg Naumer
Hans-Jörg Naumer, Leiter Kapitalmarktanalyse, Allianz Global Investors, zeigt anhand der nachfolgenden Charts, warum Dividenden ein extrem wichtiger Faktor für die Performance, aber auch die Volatilität von Aktien sind.
© AGI

Dividendenzahlungen sollten keinesfalls unterschätzt werden. Diese sind das Butter auf das Brot vieler Aktionäre. Das zeigt eine aktuelle Studie von Allianz Global Investors (AGI). Allein für 2019 erwartet Jörg de Vries-Hippen, CIO Equity Europe und Fondsmanager des Allianz European Equity Dividend, Dividendenzahlungen der Unternehmen im MSCI Europa in Höhe von rund 350 Milliarden Euro. Damit würden europäische Unternehmen wieder rund 16 Milliarden Euro (4,8%) mehr an ihre Aktionäre ausschütten als im Vorjahr. Europäische Unternehmen gelten im internationalen Vergleich besonders ausschüttungsfreundlich. So lag deren Dividendenrendite Ende 2018 marktweit bei durchschnittlich ca. 3,8  Prozent.

Ein steter Strom an Dividenden ist immer willkommen
„Im Anlegerdepot haben Ausschüttungen eine Airbag-Funktion, die sich gerade angesichts der unischeren Marktsituation besonders vorteilhalft auswirken kann“, erläutert Hans-Jörg Naumer, der als Leiter Kapitalmarktanalyse für die aktualisierte Studie „Kapitaleinkommen mit Dividenden“ von Allianz Global Investors verantwortlich ist. „Dividenden können das Portfolio stabilisieren, weil sie Kursrückschläge abfedern und planbare Einkommen generieren.“

Entscheidender Performance-Treiber und Risiko-Dämpfer
Laut der AGI-Publikation haben Ausschüttungen seit 1973 bis heute einen Anteil von rund 41 Prozent an der Gesamtrendite europäischer Aktien (siehe ersten Chart oben in der Bildergalerie). Damit konnten sie Kursverluste teilweise oder sogar ganz kompensieren.

Doch nicht nur die Dividenden selbst sorgen für mehr Stabilität bei Aktieninvestments. „Dividendenstarke Aktien entwickeln sich anscheinend deutlich weniger schwankungsintensiv als Aktien von Firmen mit geringeren Dividendenzahlungen. Das deutet ein Blick in den Rückspiegel am Beispiel der USA an, wo die längsten Zeitreihen seit 1975 verfügbar sind“, sagt Naumer. Die Volatilität von US-Unternehmen, die Dividende zahlten, fällt im Vergleich zu Unternehmen ohne Gewinnausschüttungen deutlich geringer aus (siehe die zweite Grafik oben). Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich für europäische Dividendentitel seit den 1990er Jahren ab.

Die interessantesten Charts aus der Studie können Sie oben der Chart-Galerie entnehmen. Dort finden Sie auch, welcher Aktienmarkt die höchsten und welcher Markt die niedrigsten Diviendenrenditen bietet... (aa)

 

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