Adams Street Partners: Europa überholt USA in der Gunst der Instis
Europa hat die USA in der Gunst institutioneller Investoren an den Private Markets erstmals überholt. Das ist eines der überraschenden Ergebnisse einer globalen Umfrage unter institutionellen Investoren, die im Auftrag von Adams Street Partners durchgeführt wurde.

Eckpunkte:
- Zeit des leicht verdientes Geldes in Private Markets ist wohl vorbei
- Liquidität von Investoren in illiquiden Märkten verstärkt gesucht
- Selektivität bei der Auswahl der Deals durch die GPs wird wichtiger
Das in Chicago ansässige Investmenthaus Adams Street Partners verwaltet rund 65 Milliarden US-Dollar ausschließlich in Private Markets-Strategien. Die Studie mit dem Namen "The Great Recalibration: Liquidity, Discipline, and a More Selective Opportunity Set" hat das Verhalten institutioneller Anleger auf den Privatmärkten untersucht.
Liquidität ist das A und O
Eine weitere Auffälligkeit in den Studienergebnissen ist, dass die institutionellen Anleger offenbar händeringend auf der Suche nach Liquidität sind. Nahezu alle Befragten (90 Prozent) erwarten, dass Liquiditätsengpässe ihre Anlagestrategie im Jahr 2026 beeinflussen werden, wobei zwei Drittel mit starken oder moderaten Auswirkungen rechnen. Da die Ausschüttungen von Private Equity-(PE)- und Debt-Fonds hinter den historischen Normen zurückbleiben, wenden sich Limited Partners (LPs), also die klassischen institutionellen Investoren, zunehmend Sekundärmarkttransaktionen zu, darunter Continuation Funds, um Cashflows zu optimieren.
Zeiten der einfachen Multiple-Expansion und der hohen Liquidität sind vorbei
„Die Private Markets haben die Ära hinter sich, in der die Multiples einfach anstiegen und Liquidität immer zur Verfügung stand“, sagt Jeffrey Diehl, Managing Partner & Head of Investments bei Adams Street. „Das Umfeld ist anspruchsvoller geworden und belohnt operative Exzellenz, Branchenspezialisierung und Disziplin bei der Deal-Auswahl. Erfolgreich sind diejenigen Investoren und Manager (General Partners; GPs), die Liquidität als Teil der Strategie und nicht als Selbstverständlichkeit betrachten.“ (kb)