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Versicherer hoffen: Gesetzgeber nimmt Zinszusatzreserve unter die Lupe

Die Zinszusatzreserve drückt auf die Bilanzen der Versicherer. Diese plädieren daher für eine neue Berechnungsmethode. Der Bundestag könnte den Weg dazu ab Mitte Mai frei machen.

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© Andrey Popov / stock.adobe.com

Die von vielen Experten geforderte Änderung der Berechnungsgrundlage der Zinszusatzreserve (ZZR) wird nicht per Verordnung kommen. Vielmehr wird der Gesetzgeber die seit 2011 vorgeschrieben Rückstellung zur Erfüllung eingegangener Garantien bei Lebenspolicen im Zuge der Novelle des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) unter die Lupe nehmen.

Das berichtet der Branchendienst "Versicherungswirtschaft heute" unter Berufung auf Angaben, die ein hochrangiger Mitarbeiter der Finanzaufsicht Bafin auf einer Konferenz machte. Kai-Uwe Schaumlöffel, Abteilungsleiter VA 2 der Bafin, geht dem Bericht zufolge davon aus, dass der Bundestag sich ab Mitte Mai mit dem Thema befassen dürfte.

Das Thema brennt der Versicherungswirtschaft unter den Nägeln. Die Gesellschaften mussten bislang mehr als 60 Milliarden Euro für das Sicherheitspolster zurücklegen. Diese Summe wird von ihrem Rohgewinn abgezogen und schmälert entsprechend ihr Geschäftsergebnis und damit auch die Überschüsse für die Kunden der Lebensversicherung.

Neuer Referenzzins gefordert
Die Reserve berechnet sich aus der Differenz zwischen einem Referenzzins und dem durchschnittlichen Garantiezins einer Policengeneration. Als Referenzzins wird "der zehnjährige Durchschnitt der Renditen zehnjähriger europäischer Staatsanleihen höchster Bonität" genommnen. Das Absinken dieses Referenzzinses auf 2,21 Prozent hat dazu geführt, dass die Versicherermittlerweile für Policen mit einem Rechnungszins von 4,00 Prozent, 3,50 Prozent, 3,25 Prozent, 3,00 Prozent, 2,75 Prozent und 2,25 Prozent die ZZR stemmen müssen. Die Assekuranz plädiert daher für Konzepte für einen neuen Rechnungszins, der nicht so schnell sinkt wie der aktuelle.

Die Gesellschaften haben dafür ein gutes Argument: Um die ZZR aufzufüllen, müssen die Versicherer oftmals ältere, hochverzinste Anleihen verkaufen. Damit wiederum senken sie die Gesamterträge, was zulasten der älteren und neuen Kunden geht, da auf diese Weise auch die aktuellen Gewinne immer weiter sinken. (jb)

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