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ZIA: Wohnungsneubau durch Kapitalanforderungen der BaFin gefährdet

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, zeigt sich besorgt über die Ankündigung der BaFin, einen sektoralen Systemrisikopuffer in Höhe von zwei Prozent für Wohnimmobilienfinanzierungen einzuführen.

Dr. Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA
ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner
© ZIA

Mit der gleichzeitigen Anhebung des antizyklischen Kapitalpuffers von 0 auf 0,75 Prozent werden sich Wohnimmobilienfinanzierungen sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich verteuern. Gleichzeitig ist eine Angebotsverknappung zu erwarten, da bestimmte Institute ihr Engagement im Wohnimmobilienfinanzierungsbereich zurückfahren werden.

Belastung für den Wohnungsbau, den die Ampelkoalition forcieren will
„Solche Maßnahmen wirken kontraproduktiv und entfernen uns einen großen Schritt vom selbsterklärten Ziel der Bundesregierung jährlich 400.000 neue Wohnungen zu bauen“, sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Eine solche Kraftanstrengung ist nur mit einem gemeinsamen Handeln von Politik, Aufsichtsorganen und Immobilienwirtschaft zu meistern. Hierzu müssen wir alle an einem Strang ziehen.“

Nicht akkordiert
Die BaFin hatte mit ihrer Ankündigung auf Analysen des Ausschusses für Finanzstabilität (AFS) und des European Systemic Risk Boards (ESRB) reagiert. Ende des letzten Jahres waren Einschätzungen der Deutschen Bundesbank zu überhöhten Wohnimmobilienpreisen veröffentlicht worden. „Die Preisanstiege auf dem Wohnungsmarkt sind vielerorts vor allem die Folge von Wohnraummangel, Baulandknappheit, steigenden Bau- und Materialkosten sowie insbesondere seit Langem extrem niedriger Zinsen“, so Sabine Barthauer, Vorsitzende des ZIA-Ausschusses Finanzierung. „Letztere machen Immobilien aufgrund sinkender Renditen alternativer Kapitalanlagen attraktiv. Eine Ausweitung des Wohnungsangebots, wie von der Ampelkoalition angestrebt, kann dabei entspannend wirken.“ (kb)

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