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Zentralbanken beenden langjähriges Goldabkommen

Die Unterzeichner des letzten Zentralbankengoldabkommens sind nun der Meinung, dass sie zukünftig kein formales Abkommen benötigen. Sie argumentieren mit der Weiterentwicklung des Goldmarkts.

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© ktsdesign / stock.adobe.com

Am Goldmarkt geht im September 2019 eine Ära zu Ende. Denn die EZB und 21 weitere Notenbanken haben als Unterzeichner des Goldabkommens (CBGA, Central Bank Gold Agreement) beschlossen, das Abkommen nach dessen Auslaufen im September 2019 nicht zu erneuern. Über diese Entscheidung informiert die EZB auf ihrer Webseite.

Zur Erinnerung: Nachdem sich die Zentralbanken den Goldpreis in den 1990er-Jahren durch nicht abgestimmte Verkäufe selbst ruinierten, wurde im Jahr 1999 das erste Abkommen geschlossen, um die geplanten Goldverkäufe der verschiedenen Zentralbanken zu koordinieren bzw. zu limitieren und durch einen stabileren Goldpreis höhere Verkaufserlöse zu lukrieren.

Goldabkommen wurde immer wieder prolongiert
Laut EZB trug das Goldabkommen seit seiner Einführung trug zu ausgewogenen Bedingungen am Goldmarkt bei, indem es Transparenz hinsichtlich der Absichten seiner Unterzeichner schuf. Es wurde 2004, 2009 und 2014 jeweils erneuert, wobei die Bestimmungen allmählich gelockert wurden.

Seit dem Jahr 1999 hat sich der globale Goldmarkt im Hinblick auf seine Marktreife, Liquidität und Anlegerbasis erheblich weiterentwickelt. Der Goldpreis ist in dieser Zeit etwa um das Fünffache gestiegen.

Wechsel von der Verkäufer- auf die Käuferseite
Die Unterzeichner des letzten Abkommens, also die meisten europäischen Notenbanken, haben seit fast einem Jahrzehnt keine nennenswerten Goldmengen mehr verkauft (siehe Grafik unten). Vielmehr treten Zentralbanken und andere öffentliche Institutionen inzwischen als Nettokäufer von Gold auf.

Wie die EZB betont, würden die Notenbanken bestätigen, dass Gold auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil der weltweiten Währungsreserven sei, da es nach wie vor Diversifizierungsvorteile biete. Keine der beteiligten Zentralbanken beabsichtige derzeit, nennenswerte Goldmengen zu veräußern.

Briten, Amerikaner, Russen und Chinesen fehlen
Unterzeichnet wurde das am 26. September 2019 auslaufende vierte Goldabkommen von der Europäischen Zentralbank, der Nationale Bank van België/Banque Nationale de Belgique, der Deutschen Bundesbank, der Eesti Pank, der Banc Ceannais na hÉireann/Central Bank of Ireland, der Bank of Greece, der Banco de España, der Banque de France, der Banca d’Italia, der Central Bank of Cyprus, der Latvijas Banka, der Lietuvos bankas, der Banque centrale du Luxembourg, der Bank Ċentrali ta’ Malta/Central Bank of Malta, der Nederlandsche Bank, der Oesterreichischen Nationalbank, der Banco de Portugal, der Banka Slovenije, der Národná banka Slovenska, der Suomen Pankki – Finlands Bank, der Sveriges riksbank und der Schweizerischen Nationalbank. (aa)

Goldverkäufe im Rahmen der Goldabkommen der Zentralbanken (in Tonnen)

 

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