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Willis Towers Watson: Pensionswerke hielten sich in Krise wacker

Die deutschen Pensionswerke haben den weltweiten Unsicherheiten aufgrund der Corona-Krise besser getrotzt als von vielen Marktbeobachtern erwartet. Das zeigen von Willis Towers Watson erstellte Modellrechnungen.

Dr. Heinke Conrads, Leiterin Retirement Germany and Austria von Willis Towers Watson
Dr. Heinke Conrads, Willis Towers Watson
© Willis Towers Watson

Gute Nachrichten kommen von Willis Towers Watson: Seit Jahresbeginn 2020 haben die Pensionsvermögen der DAX- und MDAX-Unternehmen nachgegeben – „jedoch deutlich weniger als mit Hinblick auf die Auswirkungen der Corona-Krise zu erwarten gewesen wäre“, erklärt Dr. Heinke Conrads, Leiterin Retirement Deutschland und Österreich bei Willis Towers Watson.

Kurserholung sorgte für Erleichterung
So reagierte der Kapitalmarkt zum Ende des ersten Quartals zwar noch mit großer Unsicherheit auf die weltweiten Entwicklungen, was sich auch in den Pensionsvermögen widerspiegelte. Bereits im Laufe des zweiten Quartals konnten sich die Vermögen aber wieder merklich erholen.

„Allerdings beherrschen weiterhin eine hohe Volatilität und damit anhaltende Unsicherheiten den Markt“, berichtet Hanne Borst, Leiterin Actuarial Consulting bei Willis Towers Watson Deutschland. Gleichzeitig sanken auch die Pensionsverpflichtungen der Unternehmen bis zum Ende des ersten Quartals. Im zweiten Quartal legten sie jedoch wegen des Sinkens des internationalen Rechnungszinses wieder zu. Der Ausfinanzierungsgrad reduziert sich gemäß der Modellrechnung insgesamt um zwei bis drei Prozentpunkte.

Schwankender Rechenzins
Auch der historisch niedrige Rechnungszins folgte der Corona-bedingten Marktvolatilität. Auf einen dramatischen Rückgang um rund 50 Basispunkte bis Ende Februar folgte ein Anstieg in ähnlichem Maße bis Ende März sowie ein stetes moderates Auf und Ab im zweiten Quartal. Zum Ende der ersten Jahreshälfte ging er schließlich leicht zurück, was zu einem Anstieg der Pensionsverpflichtungen führte.

Der Ausfinanzierungsgrad verringerte sich primär durch die gegenläufige Entwicklung von Pensionsverpflichtungen und Pensionsvermögen. Dennoch befindet er sich auch weiterhin – trotz Krise – laut Willis Towers Watson auf hohem Niveau. (aa)

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