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Finanzmarkt-Ausblick 2020

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Versorgungswerk der Zahnärztekammer Nordrhein senkt den Rechnungszins

Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Nordrhein (VZN) senkt den Rechnungszins zum 31.12.2019, da die Marke von vier Prozent angesichts der langfristig niedrig bleibenden Zinsen nicht mehr erreichbar erscheint.

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© Animaflora PicsStock / stock.adobe.com

Als die Kapitalmärkte 2008 dramatisch einbrachen und als Folge davon die Zinsen erheblich sanken, ging man noch davon aus, dass es sich um eine vorübergehende „Zinsdelle“ handelt.  Da sich 2012 noch immer keine Zinswende abzeichnete, waren die verantwortlichen Gremien des VZN so vor- und weitsichtig, den Aufbau einer Zinsschwankungsreserve zu beschließen. Diese Zinsschwankungsreserve sollte dazu dienen, die zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen benötigte Deckungsrückstellung gegebenenfalls aufzufüllen, um die „Durststrecke“ der vorübergehend niedrigen Zinsen zu überbrücken.

"Derzeit gehen wir nicht mehr davon aus, dass es sich bei der Niedrigzinsphase um einen überschaubaren und somit kurzen Zeitraum handelt. Es ist vielmehr damit zu rechnen, dass über viele Jahre keine auskömmlichen Zinsen am Anleihemarkt zu erzielen sein werden, die auch nur ansatzweise den Rechnungszins des VZN von vier Prozent erreichen", sagt Uwe Zeidler.

Rechnungszinssenkung um einen halben Prozentpunkt auf 3,5 Prozent gesenkt
Fast erwartungsgemäß hat sich im Jahresabschluss 2018 des VZN erstmalig gezeigt, dass der Rechnungszins von vier Prozent nicht erwirtschaftet werden konnte. Damit sahen sich die Gremien des VZN veranlasst, die 2012 eingeleitete Strategie zu erweitern. Um die Renten und die erworbenen Anwartschaften langfristig zu sichern, haben die Gremien des VZN (Verwaltungsausschuss, Aufsichtsausschuss und nicht zuletzt die Kammerversammlung am 18.05.2019) deshalb im Wesentlichen die folgenden zukunftssichernden Maßnahmen für die Dynamische Rentenversorgung (DRV) beschlossen:

- Der Rechnungszins wird in der DRV zum 31.12.2019 von 4,0 auf 3,5 Prozent gesenkt.
- Die bis zum 31.12.2019 erworbenen Anwartschaften und die laufenden Renten bleiben in ihrer zugesagten Höhe bestehen.
- Das Rentenbezugsalter mit Vollendung des 62. Lebensjahres bleibt unangetastet.
- Zur Gegenfinanzierung wird die seit 2012 in der DRV gebildete Zinsschwankungsreserve herangezogen.
- Weiterhin wird durch Satzungsänderungen die altersabhängige und damit altersgerechtere Bewertung zukünftiger Beiträge als notwendige, flankierende Maßnahme eingeführt.

Für die Kapitalversorgung haben die Gremien beschlossen, den Rechnungszins ebenfalls von 4,0 auf 3,5 Prozent zu senken. Hier erfolgt die Finanzierung durch Entnahme aus der Überschussrückstellung. (kb)

 

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