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Vergessen Sie den Euribor, jetzt kommt Ester

Die Europäische Zentralbank (EZB) treibt ihre Pläne für einen eigenen Geldmarkt-Zinssatz voran. Neuerdings ist zu hören, dass sie ihren eigenen Geldmarktzins bereits vor 2020 einführen will.

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© Sergii Figurnyi / stock.adobe.com

Der EZB-Rat hat sich auf die Bezeichnung "Ester" für den neuen Geldmarktzinssatz  verständigt. Das teilte die EZB knapp vor Pfingsten der Öffentlichkeit mit.

Bezeichnung des neuen EZB-Satzes für unbesichertes Tagesgeld
WIe die EZB in einer Pressemitteilung von 18. Mai 2018 wissen ließ, beschloss der EZB-Rat am 16. Mai, die Einführung der Bezeichnung ESTER (Euro Short-Term Rate) für den neuen Zinssatz der Zentralbank für täglich fällige unbesicherte Einlagen. Dieser Zinssatz, der bis 2020 bereitgestellt wird, ergänzt bestehende Referenzzinssätze des privaten Sektors und dient als Backstop-Benchmark. Weitere Einzelheiten dazu stehen auf der Website der EZB zur Verfügung.

Nur reale Transaktonen als Basis für Ester
Wie Reuters berichtet, soll der neue Satz vollständig auf von Banken gemeldeten Transaktionen in Euro beruhen und damit über jeden Manipulationsverdacht erhaben sein. Denn die Zentralbanken suchen seit Jahren nach einer besseren Alternativen zu den traditionellen Geldmarktsätzen wie dem Libor oder dem Euribor, die die Basis vieler variabel verzinsten Kredite und Einlagen sowie Wertpapieren darstellen und während der letzten großen Finanz- und Wirtschaftskrise von großen Banken zu ihrem eigenen Vorteil erfolgreich manipuliert wurden. (kb)

 

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