Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Regulierung

| Regulierung
twitterlinkedInXING

Union Investment reicht Klage wegen Wirecard-Pleite ein

Der genossenschaftliche Fondsanbieter hatte juristische Schritte wegen der Insolvenz des Zahlungsdienstleisters angekündigt. Nun hat der Asset Manager tatsächlich eine Klage eingereicht. Die Erfolgsaussichten sind ungewiss.

adobestock_360633954_editorial_use_only1.jpg
© laplateresca / stock.adobe.com

Die zentrale Fondsgesellschaft der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, Union Investment, hat eine Schadenersatzklage wegen der Pleite des Zahlungsdienstleisters Wirecard erhoben. Dies berichtet die Wirtschaftszeitung "Financial Times". Union-Investment-Chef Hans Joachim Reinke hatte bereits vergangenes Jahr juristische Schritte angekündigt und den Schaden durch die Insolvenz des Zahlungsdienstleisters aus Aschheim bei München auf 243 Millionen Euro beziffert. Reinke hatte die Erfolgsaussichten aber als "unklar" bezeichnet.

Nun macht die Fondsgesellschaft diesen Betrag vor einem Münchner Gericht gegenüber dem Wirecard-Insolvenzverwalter Michael Jaffé geltend. Union Investment bestätigte, eine Klage eingereicht zu haben. Dies sei erfolgt, um der Rolle als Treuhänderin der Kundeninteressen gerecht zu werden. Die Klage stützt sich der "Financial Times" zufolge auf mehr als 70 Unternehmensmitteilungen, die Wirecard zwischen 2014 und 2020 herausgegeben hatte. Diese seien "irreführend und betrügerisch" gewesen. Der Zeitung zufolge sind beim Insolvenzverwalter Jaffé insgesamt Forderungen in Höhe von 14 Milliarden Euro angemeldet worden.

Luftbuchungen
Der Zahlungsdienstleister aus Aschheim bei München musste im Juni 2020 nach massiven Bilanzproblemen Insolvenz anmelden. Insgesamt entpuppten sich rund 1,9 Milliarden Euro in den Büchern als Luftbuchungen. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt daher wegen des Betrugsverdachts. Union Investment prüft früheren Meldungen zufolge auch Schritte gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. EY war lange Jahre der Buchprüfer von Wirecard und hatte die Abschlüsse des Unternehmens stets testiert. (ert)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren