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| Regulierung

Überregulierung durch EU Space Act: Europa droht am Boden zu bleiben

Mit dem EU Space Act will die Europäische Kommission durch gemeinsame Regeln für Sicherheit und Resilienz im Weltraum sorgen. Das Centrum für Europäische Politik (cep) hält den Vorstoß für notwendig, warnt jedoch vor Überregulierung und fehlender Innovation.

cep-Binnenmarktexperte Matthias Kullas
cep-Binnenmarktexperte Matthias Kullas© cep | Centrum für Europäische Politik / stock.adobe.com

„Der Space Act ist mehr als ein technischer Rechtsakt. Er ist ein Test für Europas Fähigkeit, seine Souveränität auch jenseits der Erde zu behaupten“, sagt cep-Binnenmarktexperte Matthias Kullas, der gemeinsam mit dem cep-Digitalexperten Anselm Küsters die Analyse verfasst hat. „Entscheidend ist, dass Europa ein innovationsfreundliches Umfeld schafft und sich nicht durch Bürokratie selbst ausbremst.“

Überregulierung zu Lasten kleinerer Wettbewerber befürchtet
Der Entwurf der Kommission soll nationale Vorschriften harmonisieren und gemeinsame Sicherheitsstandards etablieren. Laut dem cep ist das notwendig, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für Weltraumaktivitäten im europäischen Binnenmarkt zu sichern. Zugleich drohen zu komplexe Genehmigungs- und Berichtspflichten, gerade kleinere europäische Unternehmen und Start-ups im wachsenden Raumfahrtsektor zu überfordern.

Wo bleiben die europäischen Trägerraketen?
„Ohne eine europäische Strategie für verbesserte Launch-Systeme und wiederverwendbare Trägerraketen bleibt Europa abhängig von externen Anbietern wie SpaceX“, warnt Küsters. „Nur mit einer starken industriellen Basis kann die EU im globalen Wettbewerb bestehen.“

Fazit
Das cep betont, dass der Weltraum längst ein wirtschaftlicher und geopolitischer Schlüsselraum ist. Damit Europa hier eine führende Rolle einnimmt, braucht es klare Regeln, marktwirtschaftliche Anreize und eine kohärente Industriepolitik. Nur so kann eine regelbasierte und wettbewerbsfähige europäische Raumfahrtordnung entstehen. (kb)

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