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Steuerstreit: UBS droht 350-Mio-Euro-Belastung - oder mehr

Im Steuerstreit mit Frankreich droht der UBS Group im vierten Quartal eine Belastung von mindestens 350 Millionen Euro. Die Delle im Konzerngewinn könnte auch noch weitaus größer werden - abhängig von einer möglichen Berufung und dem endgültigen Urteil.

UBS-Zentrale in Zürich
© MOZCO Mat Szymański / stock.adobe.com

Das Pariser Berufungsgericht bestätigte am Montag ein Urteil aus dem Jahr 2019, wonach die Schweizer Bank UBS illegal Gelder gewaschen hat, indem sie Kunden eine Reihe von Dienstleistungen anbot, um Vermögenswerte vor den Steuerbehörden zu verbergen. Die UBS wurde zur Zahlung einer Strafe von 1,8 Milliarden Euro verurteilt. Dabei wird 1 Milliarde Euro konfisziert, 800 Millionen Euro entfallen auf Schadensersatz. Darüber berichtet Bloomberg unter Berufung auf "informierte Kreise".

Wie zu hören sei, wird die Bank mindestens 350 Millionen Euro an Rückstellungen vornehmen, zusätzlich zu 450 Millionen Euro, die sie bereits zuvor zur Deckung der Kosten des Rechtsstreits zurückgestellt hat. Am Montag hatte sie mitgeteilt, die 800 Millionen Euro “werden auf Antrag des französischen Staates gezahlt”, informiert Bloomberg des weiteren.

Berufung noch möglich
Sowohl die UBS als auch die französische Staatsanwaltschaft haben bis nächsten Montag Zeit, gegen das Urteil Berufung einzulegen, mit dem eine frühere Rekordstrafe von 4,5 Milliarden Euro um mehr als die Hälfte reduziert worden ist. Die Schweizer Bank erklärte, sie prüfe die Entscheidung und erwäge alle Optionen, einschließlich weiterer Rechtsmittel bei Frankreichs oberstem Gericht.

Sollte die UBS nicht in Berufung gehen, müsste sie im vierten Quartal weitere 1 Milliarde Euro an Rückstellungen bilden, um die Kosten der Beschlagnahmeanordnung zu decken. Das würde zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 1,35 Milliarden Euro bedeuten. Nach Schätzungen von Bloomberg wird die Bank voraussichtlich einen Vorsteuergewinn von 1,4 Milliarden Dollar erzielen. (aa)

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