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Russland will Bedienung von Eurobond-Schulden analog zu Gas

Das größte Land der Welt will weiter die Forderungen seiner Investoren bedienen und arbeitet an Lösungen, um trotz aller Sanktionen des Westens seine Zahlungen leisten zu können.

Russland, russische Fahne, Russia
© Somartein / stock.adobe.com

Russland arbeitet an einem Weg, seine Auslandsschulden trotz Sanktionen weiter zu bedienen und damit einen Zahlungsausfall zu vermeiden. Die Strategie für die Umgehung der westlichen Finanzinfrastruktur, orientiere sich an der Konstruktion für die Zahlung von russischem Gas, erklärt Finanzminister Anton Siluanow in einem Interview mit Wedomosti. Darüber informiert Bloomberg News.

Konten bei russischen Banken notwendig
Ausländische Investoren können bei russischen Banken Konten sowohl in Rubel als auch in Hartwährungen eröffnen, um Zahlungen zu erhalten, so Siluanow gegenüber der russischen Zeitung. “So funktioniert es bei Gaszahlungen: Wir erhalten Devisen, die dann im Namen des Gaskäufers in Rubel umgetauscht werden”, sagte er. “Der Eurobond-Abrechnungsmechanismus wird genauso arbeiten, nur in umgekehrter Richtung.”

Russland wird das System so vorbereiten, dass es mit Eurobond-Investoren vor den nächsten Kuponterminen abrechnen kann, sagte Siluanow am Freitag dem russischen Fernsehen Russia-24. Die nächsten entsprechenden Zahlungen stehen am 23. und 24. Juni 2022 an. Eurobonds, die auf Euro lauten, werden in Euro gezahlt, da die Europäische Union keine Beschränkungen für Zahlungen in Euro erlassen hat, sagte Siluanow.

USA verbietet US-Investoren die Annahme von Geldern
Russland rutscht durch die Sanktionen und Beschränkungen, die als Strafe für den Einmarsch in die Ukraine verhängt wurden, immer weiter in Richtung "Zahlungsausfall". US-Banken und Privatpersonen dürfen seit letztem Mittwoch keine Anleihezahlungen von Russlands Regierung mehr annehmen. 

“Dieser Mechanismus scheint auf dem Papier zu funktionieren, aber das sind alles nur Formsachen”, sagte Carl Wong, Leiter des Bereichs Fixed Income bei Avenue Asset Management in Hongkong. “Die entscheidende Frage ist, wann Russland diesen Krieg beendet und wenn es das nicht tut, wie lange es einen Zusammenbruch seines Finanzsystems verhindern kann.”

Ausgebombte Anleihekursen
Russlands 2047-Dollar-Anleihe wurde am vergangenen Freitag mit 17,3 Cents auf den Dollar angegeben. Vor dem Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar standen sie bei 84,8 Cents, wie Bloomberg-Daten zeigen.

Der Countdown für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit läuft: Kuponzahlungen in Euro und Dollar im Wert von etwa 100 Millionen Dollar waren bis Freitagabend noch nicht auf den Konten der Anleihebesitzer angekommen. Damit begann eine 30-tägige Nachfrist. (aa)

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