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Rückläufige US-Inflation im Februar eröffnet der Fed mehr Spielraum

Die Inflationsrate geht im Februar von 1,6 auf 1,5 Prozent zurück. Die Kerninflationsrate (Inflationsrate ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) sinkt von 2,2 auf 2,1 Prozent. Das ist Wasser auf die Mühlen der Fed mehr Luft, um weitere Zinserhöhungen einstweilen getrost aussetzen zu können.

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© sasun Bughdaryan / stock.adobe.com

Die Inflationsrate sinkt. Niedrigere Energiepreise, gefallene Arzneimittelkosten und tiefere Autopreise zählen zu den Haupttreibern des Rückgangs. "Die gesunkene Teuerungsrate ist eine gute Nachricht für die Fed. Notenbankchef Jerome Powell möchte zunächst einmal zuwarten, ehe weitere Schritte erwogen werden. Ein weiterer Anstieg der Inflationsrate hätte die Fed unter Zugzwang gesetzt", vermutet Dr. Thomas Gitzel (Bild links), Chefökonom der VP Bank Gruppe.

US-Währungshüter sollten sich nicht zu sehr in Sicherheit wiegen
Die gleichzeitig veröffentlichten realen durchschnittlichen Stundenlöhne zeigen im Februar einen weiteren spürbaren Anstieg um 1,9 Prozent im Jahresvergleich. Der regionale Ableger der US-Notenbank in Dallas zeigt in einer Studie, dass der tatsächliche Lohnanstieg in der US-Wirtschaft wesentlich höher ausfällt, als es über die offiziellen Daten zum Ausdruck kommt. In der Analyse wird auf einen Lohnanstieg von 5,0 Prozent verwiesen.

"Höhere Arbeitnehmerentgelte können von den Unternehmen auf Produkte umgewälzt werden, was wiederum die Teuerung befeuern würde", gibt Dr. Gitzel zu bedenken. "Der Rückgang der Kerninflationsrate sollte deshalb nicht als beginnender Trend interpretiert werden. Im Gegenteil: Die Gefahr besteht, dass es in den kommenden Monaten wieder nach oben geht." Die US-Notenbank tue jedenfalls gut daran, sich die Option für weitere Zinserhöhungen offen zu halten. (kb)

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