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Rentenkommission: Was die Finanzbranche von den Vorschlägen hält

Nach rund einem halben Jahr hat eine Expertenkommission 33 Empfehlungen zur Reform der gesetzlichen Rente vorgestellt – darunter die Idee, das Umlagesystem um eine kapitalgedeckte Säule zu erweitern. FONDS professionell ONLINE trägt erste Reaktionen zusammen.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission hat am Dienstag (23.6.) ihren Abschlussbericht mit Vorschlägen zu einer Reform der gesetzlichen Rente vorgestellt. Viele Details waren bereits voher nach außen gedrungen. Die Liste der Empfehlungen ist lang, die Experten unterbreiten insgesamt 33 Vorschläge, darunter eine längere Lebensarbeitszeit, eine kapitalgedeckte Säule neben dem bisherigen Umlagesystem sowie die Einbeziehung von Selbstständigen in die gesetzliche Rentenkasse.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte bei der Vorstellung die vollständige Umsetzung der Vorschläge an. "Alle Elemente dieses Reformpakets müssen jetzt zügig umgesetzt werden", sagte er nach der Übergabe des Berichts in Berlin, wie der "Spiegel" berichtete. Man könne es sich nicht erlauben, einzelne Maßnahmen herauszunehmen oder abzulehnen.

Kanzler fordert konstruktive Diskussion
Merz verteidigte ferner das Rentenpaket als unverzichtbares Gesamtkonzept und warb für eine konstruktive Diskussion. Mit dem vorliegenden Papier könne es gelingen, "die gesetzliche Rente dauerhaft verlässlich zu machen", sagte der Kanzler laut dem Nachrichtenmagazin.

Denn Diskussionen und Kritik wird es geben, wie allein Stimmen aus der Finanz- und Vermittlerbranche zeigen. Diese fragen unter anderem kritisch nach, ob bei Einführung einer Kapitalanlage in der ersten Säule das staatlich organisierte Altersvorsorgedopt in der dritten, privaten Säule noch Sinn ergebe, und warum die betriebliche Altersversorgung nicht auch verpflichtend werden soll. (fp)

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