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Pensionskassen fordern Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge

Der Österreichische Seniorenrat und der Fachverband der Pensionskassen sprechen sich in einer gemeinsamen Erklärung für die Stärkung der Rahmenbedingungen der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich aus.

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Mag. Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen
© Pensionskassenverband

Der Österreichische Seniorenrat als gesetzlich anerkannte Interessenvertretung der älteren Menschen und der Fachverband der Pensionskassen haben sich in den letzten Monaten bei intensiven Gesprächen auf gemeinsame Vorschläge zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge geeinigt. Ziel der gemeinsamen Forderungen ist es, den Lebensstandard der  Rentner zu verbessern. 

Einvernehmen konnte über folgende Forderungen erzielt werden 
Steuerfreie Auszahlung der PK-Pensionen aus versteuerten Arbeitnehmerbeiträgen und nach § 48a und § 48b PKG umgewandelten Arbeitgeberbeiträgen
- Steuerliche Gleichsetzung von Arbeitgeber- mit Arbeitnehmerbeiträgen (wie im Regierungsprogramm angeführt)
- Prämienmodell für Geringverdiener
- In jedem Aufsichtsrat einer Pensionskasse soll zumindest ein Vertreter von den PK-Leistungs-Berechtigten vertreten sein, der mit den gleichen Rechten und Pflichten wie die übrigen Begünstigten und Kapitalvertreter ausgestattet ist
- General-Pensionskassenvertrag für den Wechsel aus Vorsorgekassen sowie „Abfertigung Alt“ in Pensionskasse
- Einrichtung einer Ombudsstelle für PK-Leistungs-Berechtigte als Anlaufstelle für alle Fragen und Beschwerden im Zusammenhang mit ihren PK-Ansprüchen 

Lebensstandard der künftigen Rentner verbessern 
„Die gemeinsamen Vorschläge sind ein wichtiger Bestandteil unseres Forderungs-Kataloges an die Bundesregierung. Unsere Ziele sind, Verbesserungen für die bestehenden Leistungsbezieher zu erreichen und auch den Lebensstandard der künftigen Rentner zu heben“, erklärt Dr. Peter Kostelka, Präsident des Österreichischen Seniorenrats. „Die steuerliche Gleichsetzung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Beiträgen ist ein zentrales Anliegen. Betriebe hatten hier bislang Vorteile; diese müssen auch für jene gelten, die es tatsächlich betrifft. Ergänzend dazu macht ein Prämienmodell für Geringverdiener absolut Sinn. Zudem sollte die steuerfreie Auszahlung der Pensionskassen-Pensionen aus versteuerten Arbeitnehmerbeiträgen erfolgen und sollten damit Doppelbesteuerungen vermieden werden“.

Renter sollen im Aufsichtsrat einer Pensionskasse künftig vertreten sein 
„Das österreichische Pensionskassen-System ist noch verhältnismäßig jung. Bis jetzt sind erst ein Zehntel der rund eine Million Österreicher Leistungs-Bezieher. Diese Zahl wird aber in den nächsten Jahren selbstverständlich zunehmen. Daher macht es Sinn, dass die leistungsberechtigten Rentenr in jedem Aufsichtsrat einer Pensionskasse künftig einen Vertreter haben sollen“, erklärt LAbg Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenrats. „Auch die Forderung nach Einrichtung einer Ombudsstelle für PK-Leistungsberechtigte begrüße ich als ehemalige Volksanwältin ganz besonders.“ 

Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich
„Wir danken dem Österreichischen Seniorenrat für den sehr guten Diskussionsprozess in den letzten Monaten. Durch diese konstruktiven Gespräche konnten wir gemeinsam Forderungen an die Politik entwickeln, die zum Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich führen werden“, erklärt Mag. Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen. „Die Ombudsstelle in jeder Pensionskasse als Anlaufstelle für alle Leistungs-Berechtigten ist eine wichtige Forderung. Sie schafft noch mehr Transparenz und verbessert die Kommunikation. Die Branche ist absolut bereit dazu: Eine große Pensionskasse hat eine solche Ombudsstelle bereits – alle weiteren Pensionskassen sollen ebenfalls in den nächsten Monaten eine Ombudsstelle einrichten.“ (kb)

 

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