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Overnight-Reverse-Repos: Soll die EZB nachziehen?

Angesichts von Friktionen am europäischen Repo-Markt wird angedacht, ob die EZB eine Fazilität analog zu den Overnight-Reverse-Repos der Federal Reserve einführen sollte.

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© Brian Jackson / stock.adobe.com

Das anhaltende Vertrauen in die Wertpapierleihfazilität der Europäische Zentralbank bestärkt das Argument, dass die Europäer ein prominentes Instrument nachahmen sollten, mit dem die US-Notenbank dem Mangel an Sicherheiten entgegentritt, berichtet Bloomberg. 

Der Gesamtbestand der im Eurosystem verliehenen Wertpapiere belief sich Ende Juni auf rund 140 Milliarden Euro nach 118 Milliarden Euro im Vormonat, wie Deutsche Bank Securities unter Berufung auf die EZB-Daten vom Dienstag anmerkt. Im Zeitraum Juli/August hat die Wertpapier-Leihe leicht zugenommen, wie die Strategen in Bezug auf einen Proxy sagen, der auf der Notenbankbilanz beruht. 

Es wird bereits darüber diskutiert, ob die EZB eine Fazilität analog zu den Overnight-Reverse-Repos der Federal Reserve einführen sollte. In einer kürzlich erschienenen EZB-Studie wurde auf Friktionen am europäischen Repo-Markt hingewiesen und der Schluss gezogen, dass ein Instrument wie das RRP (Reverse Repo) die Übertragung der Geldpolitik sowohl auf Banken als auch Nicht-Finanzinstitute verbessern könnte.

Größerer Kreis an Adressaten?
Während die US-Version des RRP in erster Linie auf Gegenparteien wie Geldmarktfonds und staatlich geförderte Unternehmen wie Fannie Mae und Freddie Mac beschränkt ist, könnte die Version der EZB einem viel größeren Kreis von Unternehmen Zugang gewähren.

“In der Vergangenheit hat die EZB davor zurückgeschreckt, Nicht-Banken Zugang zu gewähren, um zu vermeiden, dass sie die Banken disintermediieren”, schrieben Deutsche-Bank-Strategen um Soniya Sadeesh in einer Analyse für Kunden. “Nicht-Banken spielen an den Finanzmärkten allerdings eine immer wichtigere Rolle.” Zudem habe die Regulierung die Fähigkeit zur Disintermediation eingeschränkt. “Eine solche Fazilität wäre eine Anerkennung dieser Veränderungen in der Marktstruktur.”

In den USA parkten am Dienstag 99 Gegenparteien 2,165 Billionen Dollar in RRP-Geschäften der Fed. Am Tag zuvor waren es 2,176 Billionen Dollar. Die Nachfrage wird vom Mangel an Sicherheiten auf den Refinanzierungsmärkten angekurbelt sowie von dem Umstand, dass sich die Anleger auf eine rasche Anhebung der US-Leitzinsen einstellen.

Die Bank of England schafft gerade eine kurzfristige Repo-Fazilität, die sicherstellen soll, dass ihr Anleiheverkaufsprogramm bei den kurzfristigen Zinsen nicht zu Verwerfungen führt während die Bankreserven schwinden. (aa)

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