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NordLB: Sparkassen-Gruppe einigt sich auf Auffanglösung

Eine Rettung der NordLB wird wahrscheinlicher. Nach zwei Private-Equity-Investoren, die eine Beteiligung erwerben wollen, hat nun auch die Sparkassen-Gruppe ein Konzept zur Finanzierung der angeschlagenen Landesbank vorgelegt.

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DSGV-Präsident Helmut Schleweis hatte seit Monaten versucht, die Institute des öffentlichen Sektors dazu zu bewegen, Geld in die vom Land Niedersachsen kontrollierte NordLB fließen zu lassen. Nun liegt ein Angebot am Tisch, das in Konkurrenz zu Cerberus & Co. steht.
© DSGV

Die zuständigen Gremien verständigten sich "einstimmig und ohne Enthaltungen auf einen Lösungsvorschlag zur Deckung des Kapitalbedarfs und einer damit einhergehenden Restrukturierung der NordLB", teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am späten Donnerstag mit, ohne Details zu nennen. Bloomberg will aus Informantenkreisen erfahren haben, dass der Vorschlag der Sparkassen-Gruppe vorsieht, rund ein Drittel zum Kapitalbedarf der Bank von mehr als 3,5 Milliarden Euro beizutragen, wobei davon wiederum ein Drittel auf die direkt an der NordLB beteiligten Sparkassen und zwei Drittel auf zwei Sicherungstöpfe der Gruppe entfallen. Der Rest soll von den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt kommen, denen zusammen rund 65 Prozent an der NordLB gehören.

Die Eigentümer der Bank müssen sich jetzt in den kommenden Tagen zwischen der Lösung mit privaten Investoren und der mit der Sparkassen-Gruppe entscheiden.

Welche Lösung kommt zum Zug?
Bei den beiden Finanzinvestoren, die für die NordLB bieten, handelt es sich um Cerberus Capital Management und Centerbridge Partners, hatte Bloomberg berichtet. Der Offerte sieht demnach eine Übernahme von 49,8 Prozent der Kern-Aktiva der Landesbank vor. Die beiden Investoren würden mehr als eine Milliarde Euro in die Bank einbringen und auch Niedersachsen würde neues Geld zuschießen, hieß es. Cerberus befindet sich darüber hinaus in separaten Gesprächen für den Erwerb von Schiffskredit-Portfolios der Bank.

Die NordLB muss ihr durch notleidende Schiffskredite erodiertes Kapital aufstocken. Die Optionen von Niedersachsen für eine Rettung sind durch europäische Regelungen zur Einschränkung von Staatshilfen begrenzt. (kb)

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